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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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liebte er sie bis ans Ende. Das Leben hatte keinen Werth fürihn; aber die Liebe behielt den ihrigen bis zu fernem Tode.

Mein letzter Abend, den ich unter den Mnm'gen lebenwerde, wird er sein, wie der Abend J>su? Und wenn sichnun mein letztes Stündlein verkündet, und die Theuern, andenen mein Herz hängt, mich bang umgeben: werde ich dieruhige Heiterkeit meines Jesu haben?

Früh oder spät kommt die Scheidesiunde zu mir. Warumwende ich doch meine Augen von ihr so furchrsam hinweg? Wasbleibt denn hienieden? Warum will ich mich so gern selbertäuschen, als dauere das um mich her noch lange Zeit?Auch mein letzter Abend wird dämmern!

Daß sich doch der Mensch so gern betrügt, und die Wahrheitvon sich abhält! Aber freilich, würde er sich mit der WahrheitEins machen, sein ganzes Leben müßte eine andere Gestalt ge-winnen. Dann würde er weniger an den vergänglichen Dingenhängen, die ihn heute noch so lebhaft beschäftigen, als wärenichts Wichtigeres zwischen Erde und Himmel. Er würde mitweniger Leidenschaft Vermögen, Ehre, Vergnügungen, Be-quemlichkeiten suchen; er würde mit weniger Leidenschaftlichkeitdiejenigen schmähen, hassen, verfolgen, von denen er sich be-leidigt fühlt. Er würde bei jedem Unglück sprechen: Jst's auchder Mühe werth, mich über den Verlust von Dingen zu betrüben,die mir doch nie bleiben?

Und warum spricht er nicht so? Warum liebt und haßt erso leidenschaftlich, was keine solche Liebe, keinen solchen Haßverdient? Die meisten Menschen leben in einem wahren Rausch,der sie betrübt und verblendet. Sie verkennen das Wirklicheund halten sich nur am Scheinbaren, das vorüber geht. Darumfindet man bei ihnen so äußerst selten den erhabenen GleichmuthJesu, der ihm unter dem Volksjubel beim Einzug in Jeru-salem, wie am letzten Abend unter den Jüngern, so göttlichwohl stand. Auch er liebte, und liebte die mit ihm waren, bisans Ende. Aber dieser Empfindung überließ er sich mit keinerUnmäßigkeit. Er sah in seinen Jüngern vergängliche Wesen.Er wußte, und es blieb ihm immer gegenwärtig: Sie bleiben