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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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leiblichen Herrschaft desselben auf Erden (als wenn solchesPrunken gleich irdischen Königen etwas Vorzügliches wäre!),erneucrre sich in spätern Jahrhunderten noch bei vielen sinnlichdenkenden, unwissenden Christen, die in Jesu Geist nicht ein-drangen. Diese durch ihre Einbildungen bethörten Schwärmernahmen, was Christus in Sprichwort und Sinnbild gesprochen,wieder buchstäblich; träumten, Jesus werde in der Thatauf Nebeln oder Wolken sitzend zur Erde niederfahren; Engelwürden, gleich irdischen Tvnkünstlern, auf Posaunen blasen;die Völker der Erde würden, wie vor einer weltlichen Obrigkeit,da stehen, und ihre richterlichen Urtheile anhören müssen. Dannwerde eine tausendjährige Alleinherrschaft Jesu, ganz nach Artunserer Kaiser und Könige, auf Erden sein und das Leben derGläubigen eine Kette von Lustbarkeiten und ununterbrochenenFreuden werden. Manche dieser Schwärmer bestimmten sogarZeit und Stunde, wann diese Freuden- und Schreckenszeit be-ginnen werde; da doch Jesus selbst, wenn er von der ZerstörungJerusalems und dem Ende der mosaischen Welt sprach, bescheidenerklärte: Von dem Tag und der Stunde weiß Niemand; auch dieEngel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater. (Matth. 24,Z6.) Aber was maßt sich nicht der Eigendünkel sich selbst be-trügender Schwärmerei an!

Christus zeigte seinen Geliebten ihre und seine Zukunft nur^'n ungewissen Dämmerungen von fern, genug, um sie auf dasSchwerste, so sie zu tragen haben würden, vorzubereiten;genug, um sie in ihren Leidensstunden hoffnungsvoll aufzu-richten. So redet ein vorsichtiger, zärtlicher Vater mit seinenKindern, denen er nicht Alles sagen will, was er weiß, undDie er doch durch sein Wort stark machen möchte, daß ihnennichts allzuüberraschend komme. Er wußte gar wohl, wenn sichdie Verhängnisse über ihn erfüllten, würden sie darin denSchlüssel zu den Räthseln, die Auslegung seiner Bildnisse er-kennen , dann aber auch noch weit fester an ihn halten in treuerLiebe und sich seiner Verheißungen freuen.

Gutmüthig, in kindlicher Unschuld, hörten sie seine RedenÄN. Keiner ward von großer Betrübniß ergriffen, denn Keiner