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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
116
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freudig zu ihm zurück. Was ihnen von ihrem Geschäft das An-genehmste gewesen zu sein scheint, war vielleicht nicht so sehr dieEntfaltung der heiligen Wahrheit, die sie von ihm über dasVerhältniß der Welt zur Gottheit, und über die Vollendungder Menschheit für das Ewige vernommen hatten, als vielmehrdie glückliche Wirkung der ihnen verliehenen Anweisung undMacht, Besessene zu heilen. Denn das war das Erste, was siebei ihrer Rückkehr sogleich erzählten. Sie kamen mit Freuden,heißt es im Ev. Luk. 10, 17, und sprachen:Herr, es sinduns auch die Teufel Unterthan in Drincm Namen."

Dies Hangen an dem, was sinnlich in die Augen fiel, ver-rieth , wie sie noch nicht ganz in den Sinn und Geist des Messiaseingedrungen waren. Auch offenbarte sich (je mehr sie von demalten Vorurtheil nach und nach zurückkamen, Jesus werdeStifter einer weltlichen Monarchie sein), daß sie an Muth,Vertrauen und Anhänglichkeit verloren. So lange sie jenes Vor-urtheil nicht aufgegeben hatten, waren sie furchtlos. Sie glaubten,ihnen könnte nichts Uebels begegnen, und der werde in allenFällen ihr Retter sein, der den stürmischen Meereswellen Ruhegeboten. Als sie aber endlich erkannten, was der Zweck von dergöttlichen Sendung Jesu sei, und wie sehr und wie lange sie sichselber getäuscht hatten: verschwand ihr Muth. Nur bloß ihreneigenen Kräften gegen den Widerspruch einer feindseligen Weltüberlassen, hielten sie sich für allzuohnmächtig. Ihre Liebe zwarblieb dem heiligen Lehrer und Meister getreu, aber nicht ganzihre Zuversicht. Und Einer von ihnen, Judas, da er in Jesunichts Anderes, als einen gewöhnlichen Menschen zu findenglaubte, verlor sogar die Liebe. Er ging hin, ließ sich bestechen,verrieth den Freund seines Lebens. Einige mochten vielleichtbis zum letzten Augenblick noch hoffen, Gott werde zur Rettungdes verrathenen Jesu ein schreckhaftes Wunder thun. Als sieihn aber wehrlos, hilflos, von gemeinen Kriegsknechten umringtund gehalten, weggeschleppt werden sahen, und er weder sich,noch sie schützte, standen sie völlig enttäuscht und in stummerVerzweiflung da. Angst und Furcht ergriff sie. Und die Jüngerverließen ihn alle und flohen, sagt der Evangelist Markus