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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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gelehrt und gelebt; immer zunächst für die Juden, zurückweisendauf das Alterthum, und wie sich alle Weissagungen desselbenvom Messias in Jesu, dem Menschensohne, erfüllt hätten. Allesstellt er ohne Mühe, ohne Kunst, ohne Gelehrsamkeit, mit einerRuhe und Ueberzeugung dar, wie sie des Augenzeugen würdigist, der nur berichtet, was Andere sowohl als er selbst sahenund hörten. Ich habe in den Schriften anderer Männer, inden hinterlassenen Werken von Weisen verschiedener Nationen,größere Beredsamkeit, mannigfaltigere Kenntniß, tiefern Scharf,sinn, reichern Witz, größere Fülle der Einbildungskraft gefun-den ; aber nirgends solchen Reichthum göttlicher Weisheit undOffenbarung, solche Tiefe der Erkenntniß Gottes und des Welt,alls, solche Fülle des Trostes und der Beseligung, als in derschlichten Darstellung des herrlichen Matthäus von den Redenund Thaten und Begebenheiten Jesu.

Ihm ein Herz - und Gcistverwandter war der jüngere Ja-kobus, dem seine Tugenden den Beinamen des Gerechten er-warben. Hier herrscht dieselbe Einfalt, dieselbe Ruhe, dieselbetiefbegründete Sicherheit. Noch haben wir von ihm einen lehr-reichen Brief, welchen er den Gläubigen seines Volks geschriebenhat, und der uns von der Einfalt, Kraft und Klarheit seinesGeistes ein köstliches Denkmal und Zeugniß ist. Er war es, dermit ungetrübtem Verstände das heilige Wort des Meisters auf-faßte, und es lauter wieder gab, wie er es empfangen, ohneallen Zusatz. Er meidet das trügliche Forschen um Geheimnissedes Glaubens; nimmt keine Rücksicht auf die Spitzfindigkeitender Juden und ihre Fabeln, noch auf die gelehrten Träumereienheidnischer Welrweisheit. Aber Liebe, Demuth, ein gottergebe-nes Herz, Seelengröße im Leiden, Wahrhaftigkeit und stilleUebung eines frommen Sinnes, das ist's, was er predigt undfordert, gleichwie sein Jesus. Ihm war es nicht genug, daßman Christ hieß, daß man an Jesum glaubte, und mit träger,thatenloser Andacht hoffte, durch das Verdienst des Erlösersselig und vor Gott gerechtfertigt zu werden. Nein, er widerlegtdiesen jüdischen Irrthum, der aus Mißverstand eines Paulini-schen Wortes entstanden war, aufs kräftigste, wie ihn schon