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Beobachtungen über die Temperatur im Innern der Erde, angestellt auf verschiedenen Bergwerken im Preussischen Staate
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Im Oberschlesischen Bergamts-Bezirke wurden dieBeobachtungen theils auf der Friedrichsgrube bei Tat-nowitz, wo eine Bleierzlage gebaut wird, die unter Do-lomit liegt, theils auf mehreren Steiukolilengrubeu ange-stellt.

1) Auf der Friedrichsgrube wurden die Beobachtun-gen in dem Schachte Babe des Trockenberger Revieresangestellt, wo der Dolomit bis zu Tage ausgeht. In 5Lachter (32 Pariser Fufs) Tiefe unter der Oberflächewurde ein Einbruch in dem Stofs des Schachtes gemacht,in demselben ein Bohrloch senkrecht niedergeschlagen,darin das Thermometer aufgeslellt und mit trockuem Sandeumgeben, die Mündung mit Letten verschmiert, vor demEinbruch ein Brett eiugepafst und in den Fugen mit Let-ten verstrichen.

Dennoch zeigten die ersten Beobachtungen, dafs dasThermometer den Einflüssen der Atmosphäre noch sehrausgesetzt sey, und um diese mehr zu entfernen, wurdein dem Schachte unter dem Einbrüche eine wetterdichte,gut verleitete Bühne geschlagen, eine zweite, 4 Lachterunter der Hängebank, wurde bis zu dieser mit Erde be-deckt; nur das Fahrloch blieb darin offen, und wurdemit einer doppelten mit Stroh gefütterten Thüre ver-schlossen.

Die Beobachtungen fingen am 1. Septemb. 182S an,nach Schlagung der wetterdichten Bühnen am 1. Decemb.1828, und wurden bis zum 15. Nov. 1829 fortgesetztund monatlich zwei Mal angestellt.

Das Mittel aus 24 Beobachtungen ist 6°,26 R.

Der höchste Stand war am 1. Decemb. 1828 6°,7Der tiefste Stand war am 1. April 1829 5°,7

Die grüfsle Differenz 1°

Bei der ersten Aufstellung am 1. Sept. 1828 zeigtedas Thermometer 8°,1 R., mithin eine bedeutend höhereTemperatur als späterhin, wo der Einflufs der Lufttempe-ratur entfernt worden war.