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Blätter aus dem Tagebuch eines Pilgers nach Jerusalem im Jahre 1864
Entstehung
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um die Erlaubniß, ciu Liebchen fingen zu dürfen, was er gernegestattete, und bald ertönte von uns der Gesang:

Wir sind im wahren Christenthum,

O Gott! wir danken Dir,

Dein Wort, Dein Evangelium,

An dieses glauben wir.

Die Kirche, deren Haupt Du bist,

Lehrt einig, heilig, wahr.

Für diese Wahrheit gibt der ChristSein Älut und Leben dar.

Außer dem Pater Präses war kein Fremder anwesend, derdiese Worte verstand, aber die Thränen dieser frommen Leutesprachen:Es gibt nur Einen Glauben, es gibt nur Eine Kirche".. . . . Sie hatten den Inhalt unseres Gesanges begriffen.

Unterdessen war der Abend gekommen, der Mond und unzähligeSterne standen am schönen blauen Himmel, da wurden wir aufdie Zinnen des Daches geführt und sahen die Stadt, den See,den Libanon, die Berge der Brodvcrmchrnng und der Selig-keiten und den Tabor bei wundervoller Mondschein-Beleuchtung.Welch ein liebliches ruhiges Bild! . . . .O Gott! wiegroß bist Du in Deiner Allmacht und welche Liebe finde ichunter Deinem Kreuze! . . . Meine stillen Betrachtungen

wurden plötzlich unterbrochen, denn es ertönten Schalmeien,Flöten und Gesang. In der Nähe sollte eine türkische Hochzeitgefeiert werden, was den Pater Präses veranlaßte, uns gleichaus der Stadt und zu unsern Zelten zurückzuführen. Da esschon spät war, begaben wir uns gleich zur Ruhe.