der linken Seite, so wäre ich jedenfalls in den Abgrund ge-schlendert worden. Ich war der letzte der Reiter nnd so lagich gleichsam verlassen da, weil die andern Herren schon ziemlichvorauf waren. Weh that mir nichts, mein rechtes Bein laggeschützt zwischen zwei Feldstücken nnd es gelang mir ohne fremdeHülfe wieder aufzustehen nnd ich dankte Gott und meinen Schutz-engel, das; ich vor allem Schaden bewahrt geblieben bin. Mein iarmes Pferd aber, welches furchtbar stöhnte, konnte ich allein !nicht auf die Beine bringen, nnd so setzte ich meinen Weg zuFuß fort und langte um!> Uhr auf dem Tabor an, znr großenVerwunderung der übrigen Herren. Den Dragoman nnd einpaar Mucker schickte ich sofort nach meinem Pferde aus, dienach einiger Zeit mit demselben oben ankamen. Auch das Pferdhatte keinen Schaden gelitten. Auf dem Tabor sind zwei nebeneinander liegende Grotten. Die erste ist 18 Fuß lang, 9 Fußbreit und 0 Fuß hoch nnd dient als Kapelle; die zweite Grottelinks liegend ist 8 Fuß lang, 8 Fns; breit nnd 8 Fuß hoch unddient als Sakristei. An den Seiten befinden sich drei Nischen.Nachdem der Pater Präses von Nazarcth einen zum ersten Malebei unserer Pilgerfahrt mitgenommenen Altar zurccht gemacht,las Herr Pastor Hcnncs die erste und Herr Reg.-Rath Dr. Schlün-kcs die zweite h. Messe, die übrigen Herren empfingen die h. ^Kommunion. Hier an dieser Stelle war der Herr mit seinendrei Lieblingsjüngern Petrus, JaeobnS und Johannes zum Ge-bete hingewandclt, hier ward Er verklärt und sein Gewandwurde weiß wie der Schnee; Moses nnd Mas redeten mit dem !Herrn, die Jünger aber sprachen: „Herr, hier ist's gut sein, hier !laßt uns drei Hütten bauen, n. s. w." Wir besahen hieraufdas Plateau des VcrgcS nnd den von den Griechen auf dem-selben begonnenen und wieder verlassenen Neubau einer Kirche.
In der Zwischenzeit hatte unser Dragoman ein kleines Frühstückbereitet. Nachdem wir unS etwas gestärkt hatten, Pflückte icheinige Blumen und nahm einen Stein aus der Grotte, worinunsere Herren die h. Messe gelesen hatten, mit. Es war heute