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Blätter aus dem Tagebuch eines Pilgers nach Jerusalem im Jahre 1864
Entstehung
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ist zum Altartisch eingerichtet. Die Türken haben versucht, den-selben zu sprengen, was ihnen nicht gelungen. Auch besuchtenwir die Quelle Maricn's; hier hat nach der legende die heiligeGottesmutter ihren Wasserbedarf geholt. Die Quelle ist nochschön in Steinen erhalten und das Wasser, welches recht frisch >

ist, fließt aus 6 Ocffnnngcn. Wir folgten nun einer Einladung ^

des türkischen EonsnlS, der die Äarawanc sehr freundlich auf- znahm und nach-orientalischer Weise bewirthete. Der Pater Präsesvon Nazarcth machte den Dollmctscher. Auch stellte er unSseine Familie vor und entließ uns sehr freundlich. Nach derOasa imva zurückgekehrt, fand jeder bei Tisch an seinem Eouvertdrei Sauetuaricn zur Erinnerung an Nazareth.

Nach dem NachmittagsgottcSdicnst besuchten einige Herren,geführt von dem Pater Präses von Nazarcth, Herrn Kirgcl ausTyrol, den Berg, wovon die Juden den Herrn herunterstürzenwollten. Der Weg führte durch eine tiefe Schlucht und warsehr beschwerlich, überall Steine und Felsblöcke zu überschreitenund theils zu erklettern. Wir kamen an eine tiefe in demFelsen ausgehnucnc Cisternc, die reichliches und frisches Wasserhatte, vorbei. Nach vieler Mühe gelangten wir endlich zu derStelle, wo die Juden den Herrn hinunterstürzen wollten. Hierist ein steiler Fels, wohl 30 Fuß hoch und so mit Felszackcnversehen, daß derjenige, welcher das Unglück haben sollte, vonoben herunter zu fallen, überall anstoßen und anprallen würdeund so zerschmettert seinen sichern Tod finden würde. Wir waren ^unten in dieser schauerlichen Tiefe. Mir rieselte eS eiskalt durch !

Mark und Bein; hier, wo nach der Berechnung der Juden, !

Christus seinen Tod finden sollte, ist ein Altar angebracht, woranvon den Franziskanern häufig die h. Messe gelesen wird. ZumAndenken an diesen Ort nahin ich ein Stück Stein mit. Wirmußten denselben Weg zurück gehen, und kamen gegen Abendrecht ermüdet in Nazareth an. Bei dem Abendessen versprachder Pater Präses uns den folgenden Morgen nach dem Taborund dem See Gcnesareth zu begleiten, auch einen tragbaren