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Der Hempelplatz Sakomo's. Are beidenMoscheen Omar nnd Gl Aksa. Aasgoldene Htjor. Are Krolle des Jeremras.
28. März. Hcrr Baron von le'cnk hatte die große Auf-merksamkeit, bei dem Pascha von Jerusalem für die Karawane! einen Ferman zu erwirken nnd zugleich eine Militair-Eskortezu unserm Schutze, um die beiden in Jerusalem befindlichenwichtigsten Moscheen besuchen zu dürfen; der Eintritt ist sonstfür Christen und Juden bei Todesstrafe verboten. Die eine istdie Omar- nnd die andere die El Alsa-Moschce. Gegen 9 llhrbegab sich die Karawane in Begleitung deS österreichischen Gcne-ral-Consnls Herrn Baron v. Lenk dorthin und hatte sich derHochw. Hcrr Abt Hanebcrg aus München nebst seinem Sckrc-tair uns angeschlossen.
Diese beiden Moscheen sind auf dem Berge Moriah, woGott sich dem Abraham offenbarte, an der Stelle erbaut, woder Tempel Salomo's gestanden, nnd deshalb auch der Tempel-berg genannt wird. Hier wurde ich an die unheilvolle Stimmedes Propheten erinnert, die sieben Jahre lang vor der Zerstö-rung Jerusalems nnd des Tempels Tag nnd Nacht ertönte:„Wehe, wehe der Stadt! wehe dem Volke! wehe dem Tempel!"
Als wir begleitet und umgeben von türkischen Soldaten an denmit einer Mauer umgebenen Platz ankamen, mußten wir unsereFußbekleidung ab- nnd Sandalen (Fußsohlen) anlegen. Dererste Platz, wo daS Oratorium gestanden, ist 144 Schrittem Quadrat groß. Hier stand der GerichtSsaal Salomo's. iNoch waren einzelne GerichtShänscr anS Marmor vorhanden,die wohl mit unseren Beichtstühlen verglichen werden können.
Aie Kräber der Könige.