Druckschrift 
Blätter aus dem Tagebuch eines Pilgers nach Jerusalem im Jahre 1864
Entstehung
Seite
76
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Hospiz-Kapcllc hatte und das Fest-Diner auf 2 Uhr Mittagsfestgestellt war, wozu der preußische Gencral-Consnl von Rosen, der !österreichische Gencral-Consnl Herr v. p'enk und Herr tw. Zschokkc !ciugeladcu waren. Heute hielt der hochw. Herr Dr. Schlüukcs ^das Hochamt nebst Predigt, worin der Redner mit schönen ein- idringlichen Worten die Pflichten der Unterthanen, wie cS die ^hl. Schrift bestimmt, auseinandersetzte und erklärte. Nach demHochamt sprach Herr Dr. Schlankes, an den Stufen des Altars ^kniecnd, noch ein Gebet für den König von Preußen und denKaiser von Oesterreich. Um 10 Uhr begab die Karawane sichin großem Gala der Einladung folgend zum preußischen Gcneral-Consul und brachte ihm Glückwünsche für Se. Majestät unsernallcrgnädigstcn König und Herrn dar. Bei unserer Ankunftwar der französische Gencral-Consnl, der evangelische Bischof HerrGobat und sämmtliche in Jerusalem wohnenden Protestantenmit ihren Familien anwesend. Wir hatten die Ehre, demHerrn Bischof und der Frau Bischofin mit ihren zahlreichenKindern vorgestellt zu werden. Während der Cour wurdenErfrischungen gereicht und nach derselben gab cS Nargilch undTschibnk. Um 2 Uhr Nachmittags begann im östcrrichischcn Hospizdas Festdincr, zu dem die geladenen Gäste, Herr v. Rosen undHerr Baron v. Lenk erschienen waren. Die Reihe der Toasteeröffnete Herr NegicrnngSrath Dr. Schlankes auf Sc. Majestätunsern allcrgnädigstcn König und Herrn; Herr Hermcns brachteden Toast auf den Kaiser von Oesterreich, den der österreichischeGencral-Consnl erwiderte. Ich brachte ein Hoch auf Herrnvon penk, und Herr Dr. Zsthokke auf Herrn von Rosen, undletzterer ein Hoch auf die deutsche Preußische Karawane. Dieguten Weine und Champagner verfehlten ihre Wirkung nichtund so saßen wir bis 5 Uhr Nachmittags in sehr heiterer undmunterer Stimmung beisammen. Während des Festessens wurdeeine Adresse an Se. Majestät unsern König beschlossen, die vonsämmtlichen Mitgliedern der Karawane unterschrieben und anunsern König nach Berlin gesandt wurde. Es war gewiß zum