Druckschrift 
2 (1844)
Entstehung
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allein erst den 23. ward er, nach seiner Verordnung, begraben.Hieraus leuchtet des guten Mannes Furcht hervor, die ihn sonstgegen das Ende seiner Tage verlassen zu haben schien. Ich habeihn sehr genau gekannt, nicht bloß, weil ich viel mit ihm umging, denn man kann sehr viel mit einem Manne umgehen, und ihndoch nicht kennen lernen, sondern weil ich in einer Verbin-dung mit ihm stand, wobei man sich nicht bloß an einanderanschließt, sondern auch so unter einander öffnet, daß Alles inbeiden Gefäßen bis zum horizontalen Stand zusammenfließt.Er war ein Mann von den größten Fähigkeiten, und einemScharfsinn, der nicht leicht seines Gleichen hat. MathematischerCalcul war deßwegen nicht das, was Reize für ihn hatte; erdachte sehr gering davon, wie von den Leuten, die ihren ganzenRuhm darin allein suchen. Schriftstellerischen Stolz hatte ergar nicht; er hätte sonst gewiß leicht seine Herren Collegen über-lrvffen. Ganz gekannt hat ihn indessen die Welt gar nicht,auch seinem Charakter nach. Es ist gar sonderbar, wie viel dervernünftigste und rechtschaffenste Mann nöthig hat, nicht mitdem Mikroskop betrachtet zu werden. Ich möchte wohl zuwei-len wissen, wo alles das hinaus will, und wo man die Liniezu ziehen hat. Das Mädchen im Stand der Natur paart sichwillig mit dem Manne, der Stärke und Gesundheit und Thä-tigkeit verräth. Nach der Hand findet sie, daß sein Athem nichtder reinste ist, daß er ihr wirklich nicht immer Genüge leistetu.s. w. So geht es überall. Meister war ein höchst feiner undscharfsinniger Kopf, und wirklich ein großer Mann, von uner-