Einleitung
VII
EINLEITUNG
Die Matrikel der Universität ist älter als die Universität selbst.Mit den Vorlesungen und Eintragungen in die Matrikel begann manschon im Jahre 1652, während die eigentliche Gründung und feierlicheEinweihung 'der Universität erst am 14. Oktober 1655 siatifand.
Die Originalhandschrifl der Matrikel umfaßt 572 beschriebene, ur-sprünglich unnumerierte Seiten d. Uber 100 Jahre nach der Schließungder Universität Duisburg (1818) wurde sie auf der Universitäts-bibliothek in Bonn aufbewahrt; heute befindet sie sich im Staats-archiv zu Düsseldorf. Die Gesamtzahl der Eintragungen für dieganze Zeitdauer 11652—18181 beläuft sich auf 5938 * 2 ).
Wie wohl die meisten Universitätsmatrikeln, so erfüllt auch dieDuisburger nicht alle Wünsche der Leser. Die Studenten trugenselbst ihre Namen ein Inomina sua huic Albo inscripserunt, inserue-runt, dederunt, professi sunt). Da man die Studenten ihre Eintragungnachlässig oder flüchtig besorgten 3 ), so finden sich Namen, die nurschwer zu entziffern oder auch ganz unleserlich sind. Einige (nichtmanche) Namen werden somit in dieser Ausgabe unrichtig wieder-gegeben sein. 4 ) Auch was sonst dien Namen (wohl von der Hand desRektors) noch beigefügt wurde, befriedigt nicht immer. Nicht jederRektor hat in dieser Hinsicht seines Amtes gewissenhaft gewaltet.Ein festes Schema für diese Beifügungen erscheint in der Matrikelerst 1770 (also reichlich spät): „Ex praecepto Regio Clemeniissimomutata inscribendi ratio et in tabellas redacta seguentem in modum.“(S. 237.) Fortan galt es, folgende fünf Rubriken auszufüllen: 1) Nu-merus inscriptorum; 2) Dies inscriptionis; 3) Nomen et praenomenstudiosi; 4) Nomen et praenomen, item conditio ei dignitas Patris;5) Domicilium Patris v. Matris aut illis mortuis locus nativitatisstudiosi.
Eine Einteilung nach Semestern kennt die Duisburger Matrikelnicht, sondern nur eine solche nach Rektoratsjahren, die durchweg(aber nicht immer) mit dem 15. Oktober begannen.
Fehlt im Text der Matrikel die Herkunftsbezeichnung des Studenten,so ist sie im Personenregister, wenn irgend möglich, aus andernQuellen beigefügt worden, und zwar in eckigen L- ■ ■] Klammern.
!) Die Paginierung erfolgte erst 1912.
2 ) Die Frequenz für die einzelnen Jahre bei W. Ring a. a. 0., S. 204—207.
3 ) Vgl. auch heute die Klagen über unleserliche Unterschriften!
4 ) Man versäume nicht, sich die „Berichtigungen“ am Schluß des Buches(S. 418) zu merken.