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Suum cuique : Lustspiel in drei Aufzügen
Entstehung
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Ravcnsbcrg.

Sie könncn's, Rosalic. Einst, als sich meine jungeSeele noch auf den Flügeln des Sanges und der Dich-tung wiegte, sah ich das Weib nie anders, als im strah-lenden Nymbus des letzten SchöPfungstagcS, als Kroneder Schöpfung und als dcS Mannes letztes und würdigstesEndziel. Heute, da sich mein Blick zu höheren Zweckenerweitert hat, ist jener Schimmer gewichen ich seheim Weibe nur noch den Mitmenschen, den Gehülfen desMannes auf der schwierigen Lebensbahn. Und stehtdas Weib jetzt weniger glänzend es steht nützlicher da.Es hat für den Mann seine hohe Aufgabe des Daseinsgefunden.

Nosnlie (sitr sich).

Wirklich sehr schmeichelhaft. (?aut.) Der Nymbus istalso vollständig gewichen?

NavciiSbcrg.

Aus den Klängen meines letzten Gesanges ist dieserkindische Zauber von bannen geflogen. Ich sehe jetzt imWeibe meine Mitarbeiterin auf der großen Werkstätte derErde, und als schwächere Kraft soll sie der stärkeren dienst-bar sein. Rosalie, wollen Sie meinen Zwecken dienen?

Nvsllkic (gereizt und ironisch).

Gewiß gewiß! Dem Manne dienen zu dürfen,ohne von ihm, wie früher, kindisch verhätschelt, auf Händengetragen geliebt zu werden. Das muß ja herrlich sein.Und worin besteht der Dienst, den ich Ihnen zu leisten die