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Tissot
Beiträge. Er vertheidigte 1801 seine Dissertation „ve respiratione sepm«"gab dann eine Abhandlung über die sogenannten Scemäuse oder Rocheneier(1802, 4.); eine „Theorie der flechtenartigen Ausschläze" (1802), und begannein „Jahrbuch der Naturgeschichte" (1802). Er trat nun 1803 in russischeDienste, um mit dem Eapitain Krusenstern die Reise um die Welt zu machenvon welcher er 1808 zurückkam. Seit lener Zeit lieferte er einzelne auf seinerReise gemachte Beobachtungen, meist von schönen Zeichnungen begleitet, in Jour-nalen und Gesellschaftsschriften, sowie im Anhang zu Krusenstern's Reise selbst,hier namentlich über die Seeblasen, dann über Actinien, Fische, Krebse, G,gö-lten, Mammuth, Conchylien Rußlands in den „dlemvire» cke l'uctulemi,: eie 8t.keterrburg", über kaun cornuta im „Berliner Magazin", über Quellen, Fischeu s. w. in den„Abhandlungcn der Münchner Akademie" (1813); über verschiedeneFüchse u. s. w. in den „Actis Acsckem. I,eopoickinue". Einen allgemeine» Be-richt über jene Reise und die von ihm auf derselben gemachten Entdeckungen er-stattete er unter dem Titel: „Naturhistorische Früchte der ersten russischen unterEapitain Krusenstern angestellten Erdumsegelung" (Petersburg 1813, 4.). DieseFrüchte sind aber nicht so bedeutend, als es der Sache nach scheinen möchte.Zwar ist BieleS beobachtet, mit geschickter Hand schön und künstlerisch gezeich-net worden, aber die Beschreibungen sind mit Abschweifungen aller Art durch-flochtcn und des Wesentlichsten wird oft mit keinem Worte gedacht, sodaß derSystematiker sich in Verlegenheit fleht bei versuchtem Einordnen solcher Ent-deckungen. Ein neues vielversprechendes Werk: „Naturhistorische Abhandlungenund Erläuterungen,; besonders die Petrefactenkunde betreffend" (Kassel 182k),ward von mehren Beurtheilten gewürdigt und namentlich nachgewiesen, daß derVerfasser mit der Zeit nicht fortgeschritten, daß es aber sehr zu wünschen, von ihmgenauere wissenschaftliche Beschreibungen der auf gedachter Reise beobachtetenThieren zu erhalten. (67)
Tissot (Pierre Frangois), französischer Gelehrter, wurde um 1770 zuVersailles geboren, und kam in feiner frühern Jugend nach Paris. Als die Re-volution auSbrach, warf er sich zum Vertheidiger ihrer Grundsätze auf, benahmsich sehr heftig und halte Antheil an republikanischen Zeitschriften. Von einem Quar-tiere der Stadt Paris wurde er 1798 zum Mitgliede des gesetzgebendenCorps erwählt;da diese Wahlen von Paris aber »om Dircctorium als zu monarchisch verworfenwurden, so konnte auch T. keinen Antheil an den SlaatSgeschäflen nehmen. Erhatte indeß bei der Policeiverwaltung eine einträgliche Stelle zu erhalten gewußt,und verwaltete sie einige Jahre lang. Als Bonaparlc ans Staatsruder kam,schien die politische Laufbahn dieses vorher so entschiedenen Republikaners zu Endezu gehen; jedoch erholte er sich bald, verschaffte sich eine vortheilhasic Stelle inder Verwaltung der sogenannten vroik rännis, wurde zum kaiserlichen Censor er-nannt und vertrat unter des Herzogs von Rovigo Policeiministerium das Censur-amt bei der „Oarelto cke kraue«", ganz in dem despotischen Sinne seines Herrn.AIS 1814 Delille starb, bekam T. dessen Lchrstuhl am Loiie^e 6« krunce, undtrug von nun an mit Beredtsamkeit die lateinische Dichtkunst vor, die er ziemlichgründlich studirt hatte, wiewol ohne Rücksicht auf die Leistungen fremder Gelehr-ten. Unter Karl X. wurde er abgesetzt, wegen einiger ausfälligen politischen Äuße-rungen in seinen Vorträgen. Nach der Revolution von 1830 bekam er seine Stellewieder, da Professor Naudet, welchen man ihm zum Nachfolger erwählt hatte,freiwillig abtrat. Unter der Regierung der ältern Bourbons hatte er sich vorzüg-lich mit der Oppositionspolitik abgegeben, und an mehren Zeitschriften gearbeitet,besonders am „6an!t!tut!onnol", zu dessen Hauptredacteurs er eine Zeit lang ge-hörte, an der „Waarve lrsngaise", an der „Kerne enez-dc-jiscligue" und dem„kilote", den er allein herausgab, aber hernach aufgab, als ihm die Pclicei zu