Druckschrift 
5 (1844)
Entstehung
Seite
4
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hiesigni Freunde im Manuskript geschickt, mit dem Austrage,sie mir mitzutheilen, und meine Meinung darüber zu verneh-men. Ich gab dieselbe in wenigen Worten, wenn ich michrecht erinnere, dahin: Die Weissagungen wären zwar in einerfür einen Schwärmer ziemlich simpeln und ordentlichen Schreib-art abgefaßt, enthielten aber wahren Unsinn, wie alle andernneueren Weissagungen, nur mit astronomischen Kunstwörternund vermeintlichen Beweisen aufgestützt, wodurch aber Hr. Zie-hen eine Unwissenheit in astronomischen Dingen verriethe, diemir bei einem Geistlichen und Gelehrten fast unbegreiflich wäre.Dabei erbot ich mich, meine Behauptungen, wenn es verlangtwürde, geometrisch zu beweisen. Indessen breiteten sich dieseWeissagungen immer mehr durch schriftliche davon gemachte Ko-pien aus, und machten (nicht nur) eine Menge nicht gemeinerLeute, sondern selbst Männer von Einsicht in andern Dingen,aufmerksam und wohl gar unruhig, weil ein Theil von Hrn.Ziehens Weissagung bereits in Erfüllung gegangen sein sollte.Ein unvollkommener Auszug davon, der nicht viel mehr, alsdie bloßen Resultate enthielt, ging bis nach Obersachsen, undich habe einen Brief von einem Gelehrten von dorther gesehen,der dieses Werk als eins der wichtigsten der neuern Zeit, undals voll von den tiefsten Einsichten in die Astronomie und dasInnere der Natur ansieht. Ich wurde mehrmals ersucht, meineMeinung darüber öffentlich bekannt zu machen, ich schlug esaber immer aus, weil ich einem bloßen Manuskripte, das ichnicht einmal mehr in Händen hatte, nicht gern eine gedruckte