02 Lukas
wieder zurückkehrten, da blieb derKnabe Jesus in Jerusalem, ohnedaß es seine Aeltern wußten.
44. In der Meymmg aber, Erwäre bey der Reisegesellschaft, leg-ten sie eine Tagreise zurück; darnachsuchten sie Ihn unter den Ver-wandten und Bekannten,
45. Und da sie Ihn nicht fanden,kehrten sie nach Jerusalem zurückund suchten Ihn.
46. Nach drey Tagen endlichfanden sie Ihn im Tempel, wieEr in Mitte der Lehrer saß, ihnenzuhörte, und sie fragte.
47. Und es verwunderten sichalle, die Ihn hörten, über seinenVerstand und seine Antworten.
Matth. 7, 2S. Mar», t, 22.
48 . Als sie Ihn nun da sahen,erstaunten sie, und seine Muttersprach zu Ihm: Kind! warum hastdu uns das gethan? Sieh, deinVater und ich haben dich mitSchmerzen gesucht. i.M°s.2o, y.
49. Er aber antwortete ihnen:Warum habt ihr mich gesucht?Wußtet ihr denn nicht, daß ich indem seyn muß, was meines Va-ters ist?
50 . Sie aber verstanden die Re-de nicht, die Er ihnen sagte.
51 . Und Er ging mit ihnen hin-ab , kam nach Nazaret, und war ih-nen unterthan. Seine Mutter aberbewahrte alle diese Worte in ihremHerzen. ». M°f. ti.
52 . Und Jesus nahm zu anWeisheit und Alter und Gnadebey Gott und den Menschen.
I. Kön. 2, 26.
Das 3. Kapitel.
Johannes predigt, und taust in der WüsteVolk, Zöllner und Soldaten — und auchZesum; Stammregister Jesu.
2 . 3 .
1. 3 m fünfzehnten Jahre de»Negierung des Kaisers Tiberius,da Pontius Pilatus Landpfleger inJudäa war, und Herodes Vierfürstin Galiläa, und Philippus sein Bru-der Vierfürst in Ituräa und in derGegend Trachonitis, und LysaniasVierfürst von Abiline,
2 . Unter den Hohenpriestern An-nas und Kaiphas, erging das Wortdes Herrn an Johannes ZachariasSohn in der Wüste.
3. Und er kam in die ganze um-liegende Gegend des Jordans undpredigte die Taufe der Buße zurVergebung der Sünden; Mth. z, i. 2.
4. Wie es im Buche der RedenIsaias des Propheten geschriebensteht, der da spricht: „Die Stim-me eines Rufenden in der Wüste:Bereitet den Weg des Herrn! eb-net seine Fußsteige! 2 s. 40, z.
5 . Alle Thäler sollen ausgefüllt,alle Berge und Hügel sollen genie-driget werden, und was krumm ist,soll gerade, und was uneben ist, sollebener Weg werden,
6 . Und alles Fleisch wird dasHeil Gottes sehen." 2s. 52,10.
7 . Daher sprach Johannes zu
den Volksschaaren, welche hinaus-gingen, um sich von ihm taufenzu lassen: Ihr Natterngezüchte!
Wer hat euch gezeigt, wie ihrdem bevorstehenden Zorne entflie-hen könnet? Matth, z, 7.
8. So bringet also würdigeFrüchte der Buße, und fangetnicht an zu sagen: Wir haben Abra-ham zum Vater; denn ich sage euch:Gott ist mächtig, aus diesen Steinenda dem Abraham Kinder zu erwecken.
Matth, z, y.
9. Denn schon ist die Art denBäumen an die Wurzel gelegt; je-der Baum, der keine guten Früchte
bringt