Druckschrift 
Ueber Feuer-Meteore, und über die mit denselben herabgefallenen Massen
Entstehung
Seite
308
Einzelbild herunterladen
 

308

reichen wütde, sie von andern zu unterscheiden). Die Ober-flache war an den von mir gesehenen Stücken überall convex,und ich konnte von solchen Eindrücken, wie sie besonders an denSteinen von Lissa und von Parma so häufig sind, nichtsbemerken. Das Innere ist < nach der Beschreibung) perlgrau(welches ich nicht so finde), körnig, von unbestimmtem Bruche,leicht zerreiblich, und glanzend (ganz richtig). Ich finde dieFarbe sehr hell, und durchaus nicht in das Perlgraue oderaschgraue, sondern mehr in das Grüngelbliche fallend. Durchdiese Helle Farbe, die gewisser Mafien zwischen gelb, grün undgrau mitte» inne steht, zeichnet sich diese Steinart so aus, daßman durch dieses Kennzeichen allein schon würde ein Bruchstückdavon unter einer Sammlung aller bekannten Meteor-Steine,selbst in einiger Entfernung, herausfinden können. Nur in ei-nigen kleinen grüngelblichen Gcmengtheilen des Steines vonEggenselde, i8i3, habe ich etwas an Farbe und am Ge-füge dieser Steinart ähnliches angetroffen. Hier und da findeich auch dünne Lagen und tropsenartige Flecken von schwarzerRinde-Substanz. An einigen Stellen zeigen sich einzelne Gemeng-theilchen aschgrau, fast so wie die Substanz der Steine vonStannern und vonAgen, so daß sich, ungeachtet allerUnähnlichkeit, doch auf einige Verwandtschaft schließen läßt.Von metallischen Theilen kann ich nur wenig bemerken , desto>nehr zeigt aber diese einem lockern glimmerhaltigen Sandsteinesehr ähnliche Steinart «inen gemeinen Glanz. Weder die Rindenoch das Innere wirken auf die Magnetnadel. Aus der Ana-lyse von Vauquelin ergicbt sich folgender Gehalt: Kieselerde33,g; Magnesia 3s,o; Eisenoxyd 3>,o; Chrom 2 , 0 . Es be-findet sich darin gar kein Nickel, kein Schwefel, und kein me-tallisches Eisen (was sollen aber die metallischen Puncte seyn,wenn sie nicht entweder metallisches Eisen, oder Schwefeleisensind?), mehr Bittererde als in andern Meteor-Steinen, daherseine Weichheit, mehr Chrom, als gewöhnlich, und zwar, wieer vermuthet, im metallischen Zustande. Die Kieselerde isttheils in sandiger Gestalt vorhanden, theils mir der Birtererdeverbunden, wahrscheinlich auch mit dem Eise». Cal »1 elet(der seitdem versterben ist) beschreibt die Beschaffenheit des Stei-nes so, wie sie gewöhnlich auch bey andern ist, dahingegen ich