20
tz. 2. Anfang der Erscheinung eines solchen Meteors.
Die erste Erscheinung der Feuerkugeln wird nur selten be-obachtet, weil sie gewöhnlich erst, wenn sie weiter ausgebil-det sind, und uns naher kommen, durch ihr stärkeres Licht meh-rere Aufmerksamkeit erregen. So weit es aus den von mir ge-sammelten Nachrichten sich ergibt, sind Meteore dieser Art zu-erst erschienen:
1) Als ein leuchtender Pumt, oder eine Sternschnuppe,z. B. 1762, den 29. Julius; 1783, den 4. October; 180S,den s 3 . October; i 8 i 5 , den ib. September.
2) Als ein kleines sich entzündendes Wölkchen, wie 1676,den 3i.März; 1761, den 12. November; 1783 , den 18. Au-gust; 1812, den io. April (die Feuerkugel, welche den Stein-fall bey Toulouse gab); »8i3, den 27. Januar. (Der Un-terschied dieser Erscheinungsart von der vorigen kann wohl ent-weder in einer mehreren oder minderen Lockerheit der ankommen-den Materie, oder auch in de», mehreren umher befindlich gewe-senen Rauche und Dampfe liegen.)
3) Als ein oder mehrere parallele leuchtende Streifen, auswelchen sich hernach die weiter fortgehende Feuerkugel bildet,z. B. 1729, den -. October; (fiy-Zsi, den 2. Januar); 1799,den 12. November; 1808, den 21. May; 18,2, den 23 . Au-gust. Dieses mag wohl der Fall seyn, wenn die ankommendeMaterie sehr zerstreut ist, und sich in die Länge zieht, und dielockersten Theile wegen des Widerstandes der Atmosphäre hin-ter den dichter» Zurückbleiben.
Die genaueren Umstände bey jeder von dieser Erscheinungensind, so wie auch bey den nachherigen Angaben, in der nächst-folgenden Abtheilung nachzusehen.
§. 3 . Beobachtete Hohe der Feuerkugeln.
Bey mehreren Feuerkugeln ist die Höhe , i» welcher man siegesehen hat, so wie auch die Geschwindigkeit, die Beschaffen-heit der Bahn u. s. w., durch correspondirende Bcobachrungc»und deren Berechnung bestimmt worden. Wenn dieses auchnicht mit der strengsten Genauigkeit geschehen kann (weil manbey einer so schnell vorübergehenden Erscheinung nicht Zeit hat,Messungen durch Werkzeuge anzustellcn, sondern sich mit einer