Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
811
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kleiner die Brennweite eines Glases ist, um so klei-ner müssen auch die Bilder von einem und demsel-ben (vor dem Glase in einerlei Weite seyenden) Ge-genstände ausfallen. Liegt der Gegenstand vor demGlase näher als der vordere Brennpunct, so entstehtgar kein wirkliches Bild, sondern die hinter demGlase divergirend fortgehenden Stralen, haben einesolche Lage, als ob sie aus einem Puncte vor demGlase kämen (den man den Zerstreu ungspunctder divergirenden Stralen nennt). Betrachtet mandaher einen Gegenstand durch eine convexe Linse,der entfernnter als die Brennweite liegt, so wird ernur undeutlich gesehen werden; rückt der Gegenstandin den Brennpunct, so wird er nur sehr weitsichti-tigen Augen deutlich erscheinen; steht er endlich in-nerhalb der Brennweite, so wird er aufrecht undvergrössert und für eine gewisse fast bei jedemAuge verschiedene Stelle sehr deutlich gesehen. Be-findet sich hingegen das Auge beträchtlich weit vomvorderen Brennpuncte, und der Gegenstand gleich-falls in bedeutender Entfernung abwärts vom hinterenBrennpuncte, so sieht man das wirkliche verkehrteBild des Gegenstandes (scheinbar im eigentlich) vordem Glase. Versuche mit einer Kerzenflamme, derenBild verschwindet wenn sie in den hinteren Brenn-punct des Glases steht etc. Der Ort wo das wirklicheBild erscheint ist der Vereinigungspunct, und dieVereinigungsweite ist dem Abstande des Bildes hinterdem Glase gleich, welcher gefunden wird, wenn mandas Product aus der Brennweite des Glases in dieEntfernung des Gegenstandes vom Glase durch dieDifferenz der Entfernung des Gegenstandes von derBrennweite des Glases dividirt. Der Quotient giebl