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III. Theil. X. Capitel.
4) Stellt man einen mit einem kleinen Loche ver-sehenen Schirm, ungefährt 5—6 Schuh vor das Auge,während man hinter dem Schirme eine glühende Kohlevor dem Loche hin und her bewegen lälst, so wirdman wähnen die Kohle ununterbrochen zu sehen;eben so sieht man einen feurigen Kreis, wenn maneine glühende Kohle schnell im Kreise herumdrehtwährend die Kohle die verschiedenen Stellen des schein-baren Kreises doch nicht zugleich, sondern nur nachund nach einnimmt. Aus ähnlichen Beob. folgertev. Segner (Progr. de raritate luminis, Gotting.1740. 4.), dafs der Eindruck des Lichtes auf der Netz-haut i Secunde dauert; das oben angegebene Verhält-nifs scheint das richtigere zu seyn. In feurigen (ur-sprünglich lichtreicheren) Augen ist der Eindruck,vielleicht nur scheinbar, daurender als in matten;übrigens richtet sich seine Dauer nach der Stärke desLichtglanzes; stark leuchtende Gegenstände bewirkenanhaltenderen Eindruck als schwach leuchtende. Vergl.auch Canton im 58 Bd. d. philos, Transact. S. 544.
5) Miciiell und andere haben (sehr unvollkom-mene) Vers, angestellt, um die Frage zu beantworten,ob das Licht (als bewegte Flüssigkeit gedacht) einemerkliche Stärke habe? Er will nämlich mit dem indem Brennpuncte eines Hohlspiegels gesammeltenLichte, ein Kupferblättchen bewegt haben,das an einer Klaviersaite, die mit einem Achathüt-chen auf einem Stifte im Gleichgewichte ruhete, be-festigt war! ! Aus diesem Stosse und aus der bekann-ten Geschwindigkeit des Lichtes, berechnete nun M.dafs die innerhalb einer Secunde im Brennpuncte der4 Quadratfufs haltenden Spiegelfläche gesammelte Licht-masse ein Zwölfhundertmilliontheilchen eines Grans