Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
708
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111. 'llieiJ. IX. CteL.

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der Schall nicht in jeder Richtung gleich deutlichund stark vernommen wird. Befindet man sich inder Richtung clcs Schusses einer abgescliossencn Ka-none, so hört man den Knall slärker, als wenn mansich in der entgegengesetzten Richtung befand.Die Einrichtung der gewöhnlichen redenden Figuren,Cicerosköpfe etc. Das unsichsbare Mädchen des.Prof. Schaber, w-obei vielleicht (ausser der Schalllei-tung durch Luft und durch feste Körper) Bauch-rednerkünste mit im Spiele sind. -- Winde ver-ändern die Geschwindigkeit und Stärke des Schallesbeträchtlich; weht der Wind in der Richtung desSchalles einer Person zu, so hört sic den Schall frü-her und in grösserer Ferne als bei ruhiger Luft, undnoch besser als bei abwehender Richtung des Win-des. Befindet sich zwischen dem schallenden Kör-per und der Person eine ebene Fläche, besonders ru-higes Wasser, so kann man sehr entfernte Laute (z. B.das Sprechen anderer Menschen) deutlich vernehmen;vorzüglich in windstillen Winternächten. Bäume, Häu-ser, Flügel etc. wogende Ströinnungen des Wassers etc.legen dagegen der Schailverbreitung nach Mauptrich-lungen inehr oder weniger bedeutende Hindernisse inden Weg. Starke und anhaltende Schalle, z. B.das Schlagen der Hämmer, Abfeuern der Kanonen etc.ermüden das Ohr, und können öfters (wenigstens eineZeit dauernde) Taubheit hervorbringen. Merkwürdigist es, dafs Personen welche dergleichen anhaltendeSchalle gewohnt sind, das, was man ihnen sagt besserten unter dem gewohnten Geräusche, als entferntvon demselben hören.

7) Bekanntlich sieht man den Blitz beim Ge-witter oder an einem in beträchtlicher Ferne abge-