Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
686
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II. Theil. VIII. Capilel.

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Magens, als ebenso viele kleine Schlünde und Mund-hölungen. Nur ein merkwürdiger Unterschied findetzwischen beiden noch statt, der einer kurzen Erörte-rung bedarf, nämlich, dafs die Functionen des Schlun-des und Mundes mit Bewufstseyn, jene der klei-nen organ. Poren ohne Bewufstseyn vorgehen.Schon aus den früheren Betrachtungen über die Sinne(S. 14 ff.) wissen wir, dafs Bewufstseyn über Gegen-stände ausser uns, nur durch Sinnesgebrauch vermit-telt wird; forschen wir aber diesem geheimen Ver-hältnisse vollkommener thierischer Organismen weiternach, so ergiebt sich, dafs wenn der Geist zu jenerThätigkeit gelangen soll, durch welche er sich vonAussendingen unterscheidet, er es mit einer sinn-lich wahrnehmbaren Mannichfa l ligkeit zuthun haben müsse. Schwindet diese Mannichfaltigkeit,wie z. B. bei denen sich stets gleichen Verrichtungendes innern Organismus, so schwindet damit auch dieMöglichkeit sich dieser Verrichtungen bewufst zuwerden. Der Chylus (der mit Galle und Speichelvermischte Nahrungsstoff) z. B. wirkt auf den Darm-kanal und dessen Absonderungswerkzeuge stets auf die-selbe Weise; jedes Sinnesorgan wird hingegen aufxnannichfaltige Weise afficirt, und gewährt uni so leb-haftere Vorstellungen je mannichfultiger die Eindrückesind. Unter den niederen Organismen sind esdie Polypen, deren ganze Existenz fast nur in einereinfachen Drüsenfunction besteht, und die hierin denDarmzotten höherer Organismen ;.m meisten ähneln.

2) Gewöhnlich erhält das Blut beim Durchgängedurch die Drüsen einen Zusatz von Kohlenstoff, des-sen Sonderung durch organhohe Functionen geschieht,die jedoch sehr häufig dm chemischen Thätigkeit äh-