Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
548
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II. TJieil. Vj. Capitel.

1) D as bereits erwähnte dualistische Verhältnifs derSäulenelectricität läi'st sich schon durch die physiolo-gischen Erscheinungen nach weisen, welche bei derSäulenberührung, von Seiten unsers Körpers, und dereinzelnen Organe desselben eintreten. Der imAuge schon mehr oder minder vorhandene Lichtzu-stand wird durch galvanische Reizung erhöht, und esstellt sich dem Auge ein blauer Lichtschein dar,wenn man einen galvan. Kreis schliefst, in dem sichdas Auge am positiven Pole der Kette oder Säulebefindet; hebt man diese Schliessung auf, oder setztman das Auge anfänglich bei derselben mit demnegativen Pole in Berührung, so erhält man inbeiden Fällen einen röthliclien Lichtschein; undhatte man im lezteren Falle den Kreis mit demnegativ berührten Auge geschlossen, und öffnet den-selben, so geht die rotlie Farbe des Lichtscheinsjetzt in die blaue über. Verfährt mau mit demOhre eben so , so bemerkt man am positiven Pol ei-nen Ton, der tiefer als g, und am negativen Poleeinen, der höher als g ist. Waren beide Ohren zu-gleich in der Kette, so entsteht ein Ton g, oder gder eingestrichenen Octave. Das Geräusch inden Ohren, während sie sich in der geschlossenengalv. Kette befinden, rührt von in ihnen entwickel-tem Oxygen-und Hydrogengase her; es fordern dieseVersuche viel Vorsicht. Die Nase, mit den Drä-then der Säule gehörig in Contact gesetzt, empfindetwährend der Kreisschliessung bei der Berührung desnegativen Pols Drang zum Niesen, und zuweilenSpuren von Ammoniak geruch; bei der Berührungdes positiven Pols unter denselben Umständen: Ab-

stumpfung und Hemmung des Reizes zum Niesen,