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Leyer und Schwerdt
Entstehung
Seite
38
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Die Schande deiner Töchter schreit um Rache,

Der Meuchelmord der Söhne schreit nach Blut.

Zerbrich die Pflugschaar, laß den Meißel fallen.Die Leyer still, den Wcbstuhl ruhig stehn!Verlasse deine Höfe, deine Hallen!

Vor Dessen Antlitz deine Fahnen wallen,

Er will sein Volk in Waffenrüstung sehn.Denn einen großen Altar sollst du bauenIn seiner Freiheit cw'gem Morgenrot!);

Mit deinem Schwert sollst du die Steine hauen.Der Tempel gründe sich auf Heldentod.

Was weint ihr, Mädchen, warum klagt ihr, Weiber,Für die der Herr die Schwerter nicht gestählt:Wenn wir entzückt die jugendlichen LeiberHinwersen in die Schaaren eurer Räuber,

Daß euch des Kampfes kühne Wollust fehlt?Ihr könnt ja froh zu Gottes Altar treten!

Für Wunden gab er zarte Sorgsamkeit,

Gab euch in euern herzlichen Gebeten

Den schöne» reinen Sieg der Frömmigkeit.