Abschied von Wien.
§eb' wohl! leb' wohl! — Mit dumpfen HerzensschlägenBegrüß' ich dich, und folge meiner Pflicht-Im Auge will sich eine Thräne regen;
Was sträub' ich mich? die Thräne schmäht mich nicht- —Ach! wo ich wandle, sey's auf Friedenswegen,
Sey'S wo der Tod die blut'gen Kränze bricht:
Da werden deine theuren HuldgestaltenIn Lieb' und Sehnsucht meine Seele spalten-
Verkennt mich nicht, ihr Genien meines Lebens,
Verkennt nicht meiner Seele ernsten Drang!
Begreift die treue Richtung meines Strebens,
So in dem Liede, wie im Schwertertanz.
Es schwärmten meine Träume nicht vergebens;
WaS ich so oft gefeiert mit Gesang,
Für Volk und Freiheit ein begeistert Sterben:
Laßt mich nun selbst um diese Krone werben.