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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
Seite
412
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Hauptsonnen wieder um Ursonnen kreisen, allesammt in ewiggleichen Bahnen, Verhältnissen und Gesetzen, ist kaum zubezweifeln. Doch kein Sterblicher erspäht diese. Ist uns dochselbst der Lauf und das Gesetz noch fremd, nach welchem sich ge-wisse andere Weltkörpcr bewegen, welche der Erde oft sehr nahekommen, und von uns Schweifsterne oder Kometen geheißenwerden. Vielleicht schwingen sie sich unabhängig von einer Sonnein unermeßlichen Kreisen um andere; durchfliegen mehrere Welt-familien, und kehren erst nach Jahrhunderten oder Jahrtausen-den in die alten Gegenden zurück. Denn fest geordnet ist vomSchöpfer auch ihre Bahn, und ohne Gefahr noch Störung derandern. Verschiedene Bahnen der Kometen, bei hundert derselbenkennt man, sind beobachtet; aus dem kleinen Bruchstücke der-selben, welches dem menschlichen Auge erscheint, ist der ganze Laufberechnet worden, und wirklich war eine dieser Berechnungenschon so genau, daß die Voraussagung der Wiederkunft desgleichen Schweifsternes auf das Jahr und auf den Tag eintraf.Auch sie sind dichte, von einem Ungeheuern schimmernden Dunst-kreise umhüllte Weltkörper. Sie ziehen diesen Dunstkreis, devuns bald als Schweif, bald als Bart, bald als Ruthe erscheint,viele Millionen Meilen weit durch die Himmelsräume nach sich:.

Mit immer wachsendem Erstaunen sehe ich in die Tiefender göttlichen Haushaltung hinein. Ich verliere mich in ihnen.Wunder drängen sich an Wunder. Ich begreife auch das aller-kleinste und das allernächste derselben nicht, und selbst die ver-wegensten meiner Muthmaßungen verstummen. O Gott, Un-sichtbarer, Du, bei dem allein Macht, Größe, Weisheit undHeiligkeit ist, was ist der Mensch, daß Du seiner gedenkest?und des Menschen Kind, daß Du Dich seiner annimmst? O,wie schattenhaft, wie ganz nichts erscheinen mir alle Güter dieserErde; wie unbedeutend ist der Mensch selbst in diesem Abgrundder Unendlichkeit! Eine schauervolle Bangigkeit, ein verzweifeln-der Kleinmuth will mich ergreifen, wenn ich meine Nichtigkeit indem Unermeßlichen Deines Weltalls erwäge. Es ist mir, alswäre ich Deiner Sorge nicht werth. Und doch, Vater derEwigkeiten, läßt mich Deine Gnade nicht sinken, und das Licht