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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
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vir wegen ihrer Hitze oft beinahe unerträglich fallen, hat nurnahe an der Erde eine so große Wärme, aber je höher man sichin die Luft erhebt, je weiter hinauf man auf Berge steigt, jekühler wird die Luft, je mehr nimmt alle Sonnenhitze ab, alsodaß die Gipfel der höchsten Berge zuletzt mit Schnee und Eisseit Jahrtausenden bedeckt sind: wird er dann nicht in Er-staunen versinken und erschrecken vor der nie geahneten Wunder-barkeit der Welt, ihrer Größe und der Majestät des Schöpfers,zu dem er oft betete, ohne ihn so erkannt zu haben? Wird erdann nicht mit ganz anderm Sinn als ehemals beten: Herr,wie sind Deine Werke so groß und viel; Du hastsie alle weislich geordnet!

Nun erst wird die Aufmerksamkeit in ihm erwachen; nunerst die Wißbegier nach den göttlichen Dingen rege werden, undhundert Fragen werden geschehen: Wie ist es möglich, daß dieErde dahinschwebe im leeren Weltraum? oder daß wirnichts von der Ungeheuern Schnelligkeit im Fortfluge verspüren? oder daß die Sonne, je näher wir ihr kommen, statt mehrzu brennen und zu wärmen, kälter wird, und nicht wie anderesFeuer thut?

Allein hier bleibt in den meisten Dingen unsere Wißbegierunbefriedigt. Wir nehmen viele Wunder Gottes wahr, aber dieErklärung davon ist uns unmöglich; Alles, was wir darübersagen würden, wäre bloße Vermuthung. Wer könnte in dieGeheimnisse des Schöpfers dringen?

Sehr wahrscheinlich also ist die Sonne kein irdisches Feuer,wie wir es haben; denn das Feuer verzehrt, was es ergreift.Und wäre die Sonne eine brennende Welt: würde man nichtvermuthen müssen, daß sie stch endlich selbst verzehren müsse?Was ist sie also und wie ist sie beschaffen?

Es ist der menschlichen Kunst gelungen, solche Fernrohrezu erfinden, vermittelst welcher wir weit entfernte Gegenständetausendmal größer und deutlicher erblicken, als mit bloßenAugen. So können wir das weit von uns Entlegene gleichsamnäher an unser Auge heranziehen, und wie groß muß unserErstaunen werden, wenn auf diese Weise unser Blick auf fremden