feinste Gewebe eines Nervenpaars, nebst Zweigen eines andern, .vom ersten verschiedenen, Nervenpaars, die alle zum Gehirngehen. Dis Enden der Nerven sind mit einem klebrigen Schleimbedeckt, und gegen Verletzungen geschützt. Sic sind es, welche,sobald sie von den aufgelöseten und verflüchtigten Thrilen derKörper berührt werden, jene Empfindung hcrvorbringen, welchewir Gerüche nennen. Je mehr Ausdehnung und Fläche in denan die Stirn grenzenden Nasenhöhlen jene nervenreichc, empfind-liche Haut besitzt, je stärker ist das Geruchsvermögen. Bei denmeisten fleischfressende!! Lhieren ist sie sehr entwickelt, wie z. B.beim Hunde, beim Wolf, beim Fuchs u. a. m. — Zwar habendiejenigen Thiere, welche ohne Knochen sind, keine sichtbarenNasen, aber demungeachret das Vermögen des Geruchs. BeiInsekten, Würmern, Muscheln ist es für uns unergründlich,mit welchem Theile ihres Körpers ihr Geruchssinn verbundensei. Dennoch aber dürfen wir keineswegs daran zweifeln, daßsie ihn in einem hohen Grade besitzen, daß er bei ihnen dieStelle der Augen vertritt, daß er ihnen schon in weiter Fernedie Gegend andeutet, wo sie Nahrung für sich finden werden.Wer weiß nicht, daß dis Ausdünstungen des Honigs und Zuckers,die wir, wenige Schritte nur entfernt, gar nicht verspüren,Fliegen, Bienen, Wespen und Ameisen weither herbeilockeu?Wo verborgen ein thierischcr Körper verweset, sammeln sichschnell entfernte Aasfliegen, um ihre Eier hineinzulegen, damitdas zarte, auskriechende Gewürm sogleich sein Futter finde.Der Wasserpolpv hat keine Augen; er gleicht in seiner faserigenGestalt im süßen Wasser mehr einer Pflanze, als einem Thiere;dennoch weiß er es, sobald ein Würmchen, ein Insekt sich nähert;er weiß den Ort, wo es sich befindet, streckt seine Arm? orerschwebenden lebendigen Zweigs dahin aus, ergreift, umwickeleund verzehrt es.
So ist, wie der Geschmackssinn, auch das Vermögen desGeruchs unter allen Thieren mehr oder weniger verbreitet. Erleitet sie zu ihren Wohnungen, zu ihren Speisen. Er ist einsder wichtigsten Mittel des Schöpfers zur Erhaltung seiner leben-digen Welt. Der Hund, dieser treue Begleiter und Freund des