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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
Seite
303
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segnet; so werde ich dem göttlichen Urheber meines hohemLebens ähnlich, Dir, o Christus Jesus, der die Ueppigkeit derWelt verachtete, um die Seligkeit und Größe des Geistes reinzu empfinden! Wie einfach war Dein Leben, wie mäßigDeine Nahrung! Wie reich warst Du in Deiner Armuth, daDu, mit Wenigem begnügt, noch immerdar übrig hattest,auch Deinen leidenden, nothdürftigen Brüdern wohlzuthun!Welche Unglücksfälle hätten Dich erschrecken können, da dasSinnliche nicht Dein Leben und Dein Alles war; da irdischesUnglück uns doch nichts Anderes rauben kann , als das Sinn-liche, hingegen die Geistcsfreuden wohl unangetastet lassen muß!

Enthaltsamkeit und mäßige Befriedigung des Triebes, der aufErhaltung meines Leibes abzwcckt, macht mich von Menschenund Schicksalen unabhängig, gibt mir Zufriedenheit auch imSchoofe der Armuth. Der nähert sich der Gottheit, welcher alsobestehen kann, daß viele Menschen stincr Hilfe bedürfen, erselbst hingegen zu stimm Glücke nur der Gunst sehr wenigerMenschen bedarf. Der Prasser ist nicht nur ein Sklav seineseigenen Gaumens, sondern auch in starker Abhängigkeit mitseinem Glücke vom Wohlwollen der Guten und Schlechten; einKnecht fremder Launen, selbst der Witterungen, die über ihnhingehen.

Himmlischer Vater, ich flehe nicht um Reichthum undMacht ich habe solcher zum freudigen Genüsse dieses Lebensnicht vonnöthen nur um mein tägliches Brod bitte ich mitDeinen andern Geschöpfen, und um Weisheit, dies mit Mäßig-keit und dankbar auf Dich gerichteten Empfindungen zu ge-nießen. - O, npch habe ich wohl mancherlei Ucberfluß, dessenich entbehren könnte: warum verwahrlose ich ihn? Warumwende ich mehr an mich, als mein Vesürfniß fordert? Warummache ich mich durch solche Verwöhnung von sehr zufälligenDingen abhängig? Es leben noch von meinen Mirbrüdcrnsie haben, durch eigene oder fremde Schuld, nicht so viel gesundeNahrung, daß sie sich und ihre schmachtenden Kinder damitsättigen könnten. Warum vergesse ich sie? Ach, cs seufzen,