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sie, die Jesum verehren, und die, wie er, auf Thätigkeit undKraft der Tugend dringen, als Verlorne und von Gottes LiebeVerstoßene? — Reize mit dem Saft deiner Pflanzen ihreNerven, erwärme mit der Sonne deines Himmels ihrenBoden, und treibe ihren Monate langen Schnee auf ewigvon ihren Fluren, dann werden sie zu dem Altar zurückkchren,an welchem du betest.
Es ist ein trauriger Beweis von der Unwissenheit und Roh-heit der Menschen, daß sie sich tadeln und hassen, weil sie ein-ander nicht gleich stehen. So wenig auf Erden jemals einerlei. Sprache, einerlei Kleidung, einerlei Lebensart möglich ist, sowenig wild jemals auf Erden einerlei Kirchenpartei statt finden,auch wenn sich einst alle Knie im Namen Jesu beugen, und JesuLehre endlich alle Sterblichen beseligt. Darum sei fern von mir,daß ich verachte oder schelte, die nicht mein Glaubensbekenntnißaussprechen! Fern sei von mir, daß ich die Christen in denverschiedenen Kirchen verdamme, die nicht eins find mit derKirche, welche für mein Gemüth die allein seligmachende ist! —Alle, Alle sind Deine Erlöseten, Alle die Dich fürchten undDeine Gebote halten, Vater im Himmel. Nicht ihr äußerlicherGebrauch, nicht ihr Meinen, sondern, wie Jesus spricht: dasist das ewige Leben, daß sie Dich, daß Du allein wahrer Gottbist, und den Du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen.(Joh. 17, 3.)
O Du, Unbegreiflicher, Segnender, Allesumfangender, Alles-durchdringender, Allesliebender! Du, den das Geschlecht derSterblichen seit Jahrtausenden in tausend Sprachen, in tausendverschiedenen Vorstellungen, Tempeln, Moscheen, Kirchen,Schulen, Hainen und Berghohen anbetet! Einziger! Lebendiger!mein Gott! höre im Lobgesang Deiner Kreaturen, höre im hohenLied der Miriaden Sonnen, welche durch Deine Himmel fliegen,auch meines Mundes frommes Stammeln! Denn auch ich, Du,dem Alle gehören, der Allen gehört, auch ich bin Dein Kind.
Ich kann Dich anbeten, darum darf ich, darum soll ichbeten zu Dir, ohne welchen meine Seele nichts, mein Leichnamein umherwehender Staub wäre. Ich kann beten, darum steigt