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helft«, oder welche in deinem Berufe von dir abhängig, odersonst dir untergeben sind. Sei ihnen Vater, Mutter, Freund,Lehrer, Nakhgcber. Nirgends kann sich deine Menschenfreund-lichkeit leichter offenbaren, als hier; nirgends bist du fähiger,so schnell Freude und Wohlsein, und mit so geringer Mühe,zu verbreiten, als hier. Nirgends wird dir die Güte deinesHerzens schneller vergolten, als hier, wo ein väterlicher Zu-spruch, ein freundlich lohnender Blick dir jede Zuneigung er-wirbt, während ein zänkischer Ton, ein mürrisches Wesen, einimmerwährendes Unzufriedcnscin auch die Bessern von dir zurück-stößt, und ihnen ihre Lage bitter macht. Hier säe Freuden, unddu wirst sie ärnten im Lauf des Tages.
So zeigst du, mehr als durch Worte, dem himmlischenWohlthäter deinen erkenntlichen Sinn; so wird jedes deinerTagewerke eine Verherrlichung deines herrlichen Glaubens. Sowird die Mittagsstunde für dich der Ruhepunkt in der Mitteeines Festes, wo du die Freuden und das Gute und Nützlicheüberblickst, was du schon gethan hast, oder noch vollbringenwirst.
Vater, o mein Vater im Himmel, der Du uns gibst unser. tägliches B.od: wie unwürdig habe ich es oft aus DeinerHand empfangen! Wie selten dachte ich daran, daß ohne DeineGnadeich der Elendeste der Sterblichen wäre; daß ohne DeinenSegen mir aller Ueberfluß nicht gedeihen würde! Daß ichaShme, daß ich lebe, daß ich Kräfte habe, nützlich zu werden,und mir und den Mcinigen, die Du mir gabst, Wohlsein zubereuen, danke ich nur Dir. Und doch, wie oft vergesse achDeine Wohlthätigkcit; wie oft schrieb ich Alles, was ich binund habe, nur meiner eigenen Klugheit und Vorsicht, meinemFleiße, meiner Geschicklichkeit zu! — Aber Du ermüdest nichtin Deiner Gnade, und Deine Barmherzigkeit leuchtete freundlichüber mich Unwürdigen, wie über den Würdigen!
Nein, nicht länger will ich der Undankbare sein. JedeMittagsstunde soll mich an Deine unerreichbare Güte er-innern, und an raeine Pflicht, Dir durch nützliche Anwendungder von Dir verliehenen Gaben und Kräfte dankbar zu werden.