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worden ist. Ein andres Schicksal steht wahrscheinlichdem Censurcdicte auch nicht bevor. Mein die Wirkun-gen desselben dürften leicht von andrer Natur sein,als bei jenem, weil nämlich die Censur nicht blos dieSchriftsteller, sondern in diesen ein Gemeingut allerdenkenden Menschen der Nation angreift. Denn dasBedürfniß der Mittheilung und des Unterrichts ist allendenkenden Menschen gemein, und um so dringender, jemehr sie denken. Eben so natürlich ist es,' daß derMensch vorzüglich darüber sich mitzutheilen und zubelehren strebt, was ihn am meisten interessier; mit-hin in Zeiten politischer Umgestaltungen, auch überpolitische Gegenstände. Wird es verboten, dies schrei-bend oder lesend zu thun, so treibt das Bedürfnißunwiderstehlich zur mündlichen Unterhaltung, undMenschen, die außerdem sich nie würden habenkennen lernen, suchen einander und kommen in per-sönliche Berühruug und — Verbindung. So vielflüchtiger aber das gesprochene Wort ist, als dasgeschriebene; um so viel schneller verbreiten sichMeinungen, welche der vorhandenen Gemüthsstim-mung entsprechen, durch den Mund, als durch dieFeder. In unglaublich kurzer Zeit ist ein ganzesVolk von einer herrschenden Idee besessen und. dar;
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