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Neun und dreyßigste Tafel.
Vorstellung des Falls von Johann Heysham, der denFreytag vor Ostern im Jahr 1721, da er sich Key sei-ner Arbeit zu stark anstrengte, einen Leistendarmbruchbekam, der auf keine Weise zurück gebracht werdenkonnte. Er wurde den Montag darauf ins St. Tho-mas Hofpitalgebracht, und ich würde unmittelbar dieOperation gemacht haben, aber er wollte sie nicht zu-lasten, sie wurde also bis Dienstag Morgen verscho-ben, wo er denn drein willigte, und nun machte ichdie Operation, indem ich einen großen Schnitt in denuntersten Theil des Unterleibes machte, worauf dieDärme leicht zurück gebracht und zugleich beynahe einQuartier Wasser aus dem Hodenfack ausgeleert wurde.Es war hier ein Netzbruch vorher gegangen , und dasNetz war mit dem Hodensack und den Saamenge-faßen verwachsen, ich stieß also eine Nadel mit einemdoppelten Faden (wie man auf der Tafel sehen kann)unter den angewachsenen Theil so, daß ich die Saamen-gefäße nicht verletzte, hierauf schnitt ich die Nadel ab,und band den einen Faden um den obern, und den an-dern um den untern Theil des Netzes, und nun schnittich so viel davon weg, als hinderlich war. Der Grunddieser Art zu unterbinden war, die Blutgefäße zu sichernwelches, wie ich glaube, nicht so gut durch eine Un-terbindung hatte geschehen können, und zwar so wohlwegen des Umfanges der Verwachsung, als auch we-gen dem Gewebe des Netzes, vermöge dessen es sehrleicht durch so ein Band zerrissen werden kann. DreyTage nach der Operation entstand ein Rothlauf an denSchenkeln, der sich über den ganzen Körper auöbrei-
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