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W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
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302
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Sechstes Rapirel.

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Sechstes Kapitel.

Von den Sinnen des Geruchs, des Ge-schmacks und des Gefühls.

A.-er Sinn des Geruchs wird durch die Ausflüsse der riech»baren Partikelchen erregt, welche von der Luft zu den Ner-ven gebracht werden, die sich in die Membranen endigen,welche die Nase und ihre Facher bekleiden. Im Menschensind nur wenige solche Fächer, und der Weg durch die Naseist nicht schwierig, daher berühren wenigere dieser Ausflüssedie Nerven, als bey solchen Thieren die einen feinem Geruchhaben, deren Nasen voller Fächer sind, und der Weg für denDurchgang der Luft enge und gekrümmt ist, so daß nur wenigedieser Ausflüsse entgehen können; auch können vielleicht ihreGcruchönerven empfindlicher seyn. Fische können, obgleichsie keine Nasen haben, in ihrem Maule die Ausflüsse imWasser schmecken, wie gewiß die Fische es thun, die ihrenRaub in der finstersten Nacht und in den größten Tiefen su-chen, denn in ihrem Munde sind mehr Nerven ausgebreitetals durch ihren ganzen übrigen Körper, die Sehenerven aus-genommen; und es scheint als wäre dieß zu dem besagtenZweck, denn der Sinn des Geschmacks ist gewöhnlich beyihnen leichter befriediget als bey Landthieren. Wenn in ei-nem Aalkorb mit Lockspeise (bsitinZ cel - baslret), diese langeim Wasser gelegen hat, so gehn ihr die Fische selten nach,werden aber frische Einschnitte in dieselbe gemacht, so daßneue riechbare Ausflüsse aus ihr ausströmen, so dient sie wie

frische