Druckschrift 
W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
Entstehung
Seite
300
Einzelbild herunterladen
 

ff

Zoo F ünfres Kapitel.

in andere Höhlen führt, welche sehr schicklich die Schnecke(Locliles) und die dre? halbcirkeiförmigen Canäle (cs.nsisn semicirculsre^), oder alle zusammen dassabyrinth (ha-b^rinrlu,8) genannt werden *); in diesen sind die Gehörner-ven ausgebreitct, den Eindruck der Töne zu empfangen, undins 8 enlcir>'um commune, das Gehirn, zu bringen; und ge-wißkann auch die llborcig tymp-mi, welche ein Ast des fünf-ten Nervenpaars ist, diese Eindrücke zum Gehirn brin-gen. Die beiden Oesinungen welche das eiförmige undrunde Fenster genannt werden, sind durch eine feine Mem-bran, die der des Trommelfells gleich ist, verschlossen, undda die größere gelegentlich von dem Steigebügel bedeckt undunbedeckt ist, so wird hierdurch der Einfluß der Töne beför-dert

die erster» nach vorne und oben, der Vorhof bildet gleich-sam eine zweyte Pauckenhöhle, die gerade hinter der ei-gentlich so genannten liegt, und durch das eyformige Fen-ster mit derselben verbunden wird. Sie zeigt sechs Ocff-nungen, davon fünf zu den halbcirkelsörmigen Canälendie sechste aber zur Schnecke führt. Die drey Lanalehaben sechs Schenkel die sich mit fünf Mündungen in denVorhof öffnen. Die Schnecke ist einer kleinen Gartcn-schneckc mit drittehalb Windungen ähnlich. Im rechtenOhr sind die Windungen rechts, im linken links, umeine hohle Spindel die einen starken Faden vom wei-chen Gehörnerven aufnimt, gewunden. Die Windun-gen sind durch eine Scheidewand in die obere, die sichin den Vorhof öffnet und 8«,Is velkibuü genannt wird,und in die untere getheilt, die aufs runde Fenster derPaukenhöhle stößt und 8csls r^mpsni heißt. S. Blu-menbach a. a. O- S. 147. u. f.

*^) An dem Labyrinth befindet sich eine Feuchtigkeit, die nachihrem Entdecker /Vquut, Lotunnn genannt wird, unddurch zwey eigne waffergänge (. 4 qu-e ciuökus Lonmriiloder viuei-ticula nach Meckel) abgeleitet werden kann.Der Hintere Waffergang (Oiuerticulum velkibuli) öffnetsich im Borhof. Der vordere (Oiuvrtioulum oocbl^se)läuft von der 8csl» tyiupsm nach einem gewölbten Gan-ge an der koÜ'L iuaulari. Ebend. S. IZ2-