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W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
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Von dem Aukfe.

Lichtstrahlen durchzulasten, diese Oeffnung heißt die Pupille.Unmittelbar unter der Regenbogenhaut liegen die /Voce//rirgleich Halbmessern ausgebreitet, die von einein klei-nem Enkel zu einem großem gehn: Wenn sich diese l'rocsk-

sun zusammen ziehen, so erweitern sie die Pupille, um einegrößere Menge Lichtstrahlen insAuge gelangen zu lassen. DasGegentheil thun die Circularfasern der Regenbogenhaut, diewie ein Schließmuskel wirkein Diese Veränderungen abergeschehen nicht mit großer Geschwindigkeit, wie man deut-lich sehen kann, wenn man aus einem dunkeln Ort in sehr Hel-les Licht, und umgekehrt, aus einem Hellen Ort plötzlich ineinen dunkeln geht. Und so wie sich an dunkeln Oertern diePupille erweitert, um mehr Lichtstrahlen einfallcn zu lassen,so erweitert sie sich auch, wenn siegend eine Krankheit einenTheil der einfallenden Strahlen unwirksam macht, eben soals an einem dunkeln Ort; eine erweiterte Pupille ist also einzuverlässiges Zeichen eines schlechten Auges, lind dieß kannman gewöhnlich früher wahrnehmen, ehe noch der Krankeselbst eine Abnahme seines Gesichts bemerkt. Im Men-schen ist die Pupille rund, hierdurch werden sie geschickt, al-lenthalben hin gleich gut zu sehen; auch ist sie rund in denThieren, die so wohl Vögeln als vierfüßigen Thieren zumRaube dienen. Saamen fressende Thiere aber, die zu großsind, um ein Raub der Vögel zu werden, haben eine wag-recht länglichte Pupille, wodurch sie geschickt werden, weitumher auf der Erde zu sehen; unterdessen Thiere vom Katzen-geschlecht, die die Bäume beklettern, und so wohl auf Vögelals auf Thiere die in der Erde wohnen, Jagd machen, senk-recht länglichte Pupillen haben, wodurch sie am besten aufund niederwärts zugleich sehen können. Außer diesen gibtes noch andere Thiere, deren Pupillen diese Gestalten, nuraber in geringerem Verhältniß haben, nachdem es sich ambesten.für ihre Lebensart schickt. Unmittelbar unter der Scle-rotica befindet sich eine nicht sehr feste Membran, die dieschwarze Haur (Lboroickes) genannt wird. Im Men-schen ist sie von einer rußartigcn, schwarzen Farbe, so daß

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