Eilftes Kapitel.
Von dem Lauf der Speisen und der Flüssig-keiten, ausgezogen aus dem was in den vor-hergehenden Kapiteln vorgetragenworden.
^^o wie die Speisen in Mund genommen worden, werdensie gekauet, und mit Speichel, der durch die Bewegung derKinnbacken, und der Muskeln die diese und die Zunge bewe-gen, aus den Speicheldrüsen ausgedrückt wird, innigst ver-mischt. Hieraus steigen sie durch den Rachen in den Magen,wo sie durch die Säfte des Magens (die aus den Drüsen,welche sich an der innern Haut des Magens befinden, abge-sondert werden, und zu denen noch der Speichel aus demMunde kommt) und eine mäßige Wärme und Reibung ver-daut werden. Jetzt gehen sie durch den Pförtner (k^Iorm)oder die Oeffnung auf der rechten Seite des Magens in denZwölffingerdarm, wo sie mit Galle aus der Gallenblase undLeber, und mit dem Gekrösdrüsensaft (8uLLur psncresticur)aus der Gekrösdrüse vermischt werden. Diese Feuchtigkeitendienen zu mehrerer Verdünnung der verdauten Speisen, undwahrscheinlich zur Beförderung der bessern Abscheidung desflüssigen Theils von den Exkrementen. Hierauf werden sieimmer weiter fort bewegt, durch die wurmförmige Bewegungder Gedärme und den Druck des Zwerchfells und der Bauch-muskeln, durch welche Kräfte die flüssigen Theile in dieMilch-gefäße, die festem und gröbem aber durch den Darmcanalzum After gedrückt werden.
Der