Mircelfell, den Lungen, dem Herzbeutel rc. 164
fell dazu die innere Seite der Brusthöhle glatt und gleich zumachen.
Das Mittelstell, (^leäigllinum) theilt die Brust-höhle der Lange nach, von dem Brustbein zum Herzbeutelund Brustfell, welches ein sehr kurzer Raum, in manchenThieren aber ein sehr ansehnlicher ist. Im Menschen theiltes sich in zwey Theile, in Thieren aber macht es nur einenauS; es theilt die Brusthöhle nicht genau in der Mitte, son-dern gegen die linke Seite zu, und ist so angebracht, daßdie zwey Höhlen, in welche es die Brusthöhle theilet, sichnicht gegen diese Membran in einem Winkel, sondern in ei-nem Zirkelabschnitt endigen; es verhindert daß nicht ein Lap-pen der Lungen den andern beschwere, so wie sonst, wennman auf der Seite liegt, der obere den untern drücken könnte;auch verhindert es, daß Krankheiten die einen Lappen der Lun-gen befallen, nicht den andern auch angreifen.
Die Lungen bestehen aus zwey Lappen, wovon einerauf jeder Seite des Mittelfells liegt, jeder dieser Lappen istwieder in zwey oder drey kleinere abgetheilt, welche am stärk-sten in solchen Thieren getheilt sind, die viel Bewegung imRücken haben, und zwar zu dem nähmlichen Zweck, zu demdie Leber in solchen Thieren getheilt ist. Jeder dieser Lappenbesteht aus sehr kleinen Zöllen, welche die äußersten Endender Luftröhre oder der bi oncbi sind. Die Gestalt dieser Zellenist unregelmäßig, jedoch sind sie so an einander gepasset, daßsie gemeinschaftliche Seiten haben, lind keinen leeren Zwi-schenraum zwischen sich lassen. In diese Zellen leeren dieBlutgefäße eine große Menge Lymphe, oder Ausdünstungs-materie (Msrei'ia pelkpilgbilii.) aus, welche sie zugleich vordem AuStrockncn durch die Luft verwahrt, und eine starke undnothwendige Ausleerung aus dem Blut ist, wie schon beyGelegenheit der Ausdünstung durch die Halit eriunerc worden.1) Willis hat eine sehr umständliche Beschreibung von deminneril Bau der Lungen gegeben, die aber ganz eingebildetund falsch ist, wie er und die die ihm nachgeschriebcn haben,
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