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W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
Entstehung
Seite
130
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iZO Erstes Rapicel. Von de» äußem Theilett,

ungefähr fünfhuitdert Oeffnungen (poros) habe, so daß alsoein Sandkorn i:;,ooo Oeffnuugen, durch welche wir aus-dünsten, bedecken würde. Ihr Nutzen ist, dis eigentlicheHaut zu schützen, damit nicht jeder Gegenstand der sie berührt,ihr Schmerzen verursache; ferner sie vorm Abnutze» zu ver-wahren ; sie ist am dicksten an denen Theilen der Fußsohleauf denen der Körper ruht, und in Händen die viele Arbeitverrichten; denn sie ist so eingerichtet, daß sie an Dicke zu-nimmt, je nachdem diese Theile viel gebraucht werden. Inscorbucischen Krankheiten wird das Obcrhautchen zuweilenschorfig und voll kleiner Geschwüre, die wohl noch bleibenwenn auch die Ursache schon gehoben ist, uimt man aber dasalte Oberhäutchen durch Blasenpflaster weg, so erzeugt sichein neues gesundes; und obgleich die Haut selbst mit ange-griffen und voll kleiner Geschwüre ist, so heilt der Ausflußdurch die Blasenpflaster sie oft auch.

Zwischen dem Oberhäutchen und der eigentlichen Hautbefindet sich eine kleine Menge einer schleimichten Materie,von welcher Malpiphi und andere glaubten, daß sie ineignen Gefäßen, die unter einander verwebt waren, enthal-ten wäre, und nannten sie daher das Schleimnetz (Ke-ticulum muLolum). Diese schleimichte Materie ist am häu-figsten wo das Obcrhautchen am dicksten ist, und ist schwarz,weiß, oder dunkel, nachdem die Farbe des Körpers ist; denndie Farbe dieser schleimichten Materie und des Oberhäutchensmachet allein die Verschiedenheit des Europäers vom Africa-uer oder Indianer aus, und die Fasern der eigentlichen Hautfind in allen Menschen weiß; die rothe Farbe der Backenaber rührt her von dem Blut in den kleinsten Gefäßen derHaut, so wie die der Lippen von den Gefäßen im Muskular-fieisch, denn das Oberhautchen ist aus unorganischen Thei-len gebildet und hat also keine Blutgefäße.

Die

*) Lxcrementltious mstter. Dieß gründet sich auf die Mei-nung, daß das Oberhäutchen aus msteria xsrlxir»vLlrgebildet würde.