Druckschrift 
W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
Entstehung
Seite
114
Einzelbild herunterladen
 

H4 Zweckes Aapirel.

7 r'/r»/rM/ü/r> /'echrft'H entsteht von dem unternEnde des Os inersrgrst der vierten Zehe, und befestiget sichan das innere Sesamsbeinchen. Dieser ist ein eigentlicherAciciucftor der großen Zehe, und hilft den bloustrietor lftsn-lae ^eciin unterstützen.

Lscten/ör'l)iArto?Mr /'echrft /on§»/ entsteht spitzig vondem obcrn Theil der Schienbeinröhre, und von dem oben,und Mittlern Theil des Wadenbeins und dem Bande zwischenbeiden; hierauf theilt er sich in fünf Sehnen, davon vieresich an dem zweyten Knochen jeder kleinern, und die fünftean dem Anfang des 05 luetswrli der letzten Zehe und zuwei-len durch eine dünne Sehne an die kleine Zehe selbst befesti-gen. Dieses letzte Stück ist meistentheils vom U' sprung anabgesondert, und kann für einen besondern Muskel gerechnetwerden. Nur die vier ersten Sehnen dieses Muskels strek-ken die Zehen aus, aber alle fünf beugen den Oberfuß, unddas durch einen lungern Hebel, ab- wodurch irgend einer eineZehe beugt.

Albten/or D/ZAomM /--'Mi entsteht gemeinschaft-

lich mit dem Lxkentbr koliicin breuft von dem Fersenbein,theilt sich in drey schwache Sehnen und befestiget sich an demzweyten Gelenk der drey Zehen neben der großen. Die lan-gen Ausstreckemnskeln der Zehen dienen nicht allein sie aus-zustrecken , sondern tragen auch zur Beugung des Knöchelsbey, welche Bewegungen gewöhnlich zugleich beym Vor-wartsgehen verrichtet werden; die kurzen Ausstreckemnskelnaber die unter dem Knöchel ihren Ursprung nehmen, streckenbloß die Zehen aus; und wenn die langen Äusstreckemuskelnbloß als solche wirken sollen, so müssen die Ausstreckemnskelndes Obersußes zugleich das Beugen des Knöchels verhindern.Dieß ist der Grund warum die Zehen, obgleich ihre Bewe-gungen geringer sind, doch mehrere Äusstreckemuskeln alsdie Finger haben.

F?eno-'

Ickansuerlus peüis Alb. I. c. p. 617.

*2) Lxtenkor breuiL üizsttorum peüis Alb. I. c. p. 600.