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W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
Entstehung
Seite
66
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66 Zweyres Kapitel.

man sieht, daß man diesen sehnichten Theil irrig für einenTheil des Bauchfells gehalten hak.

Diese fünf Muskelpaare vereinigen sich in ihrer Wir-kung alle dahin, die im Unterleib enthaltenen Theile zusam-menzudrücken. Der Obliqnus 6elcenclen« auf der rechten, iund der rXsceuüenn auf der linken Seite, beugen den obernTheil des Stamms des Körpers wenn sie Zusammenwirkenzur Linken, und umgekehrt. Der ganze Stamm aber be- !wegt sich größtentheils auf den Schenkeln; die keAi beugen !den Körper nach vorne, und ziehen beym Ausathmen das !Brustbein nach unten. Die zwey Oblicpii und der Drsris-verlsiiz auf jeder Seite, haben neben der Schaam eine Oeff-nung*) zum Durchgang des krocellus vsZinsIi« und derVsls spermsrica^ Diese Oeffnungen stehen so von einanderab, daß sie die Gefäße bequem in den Hodensack hinabstei-gen lasten. Bey Brüchen gehen Darme oder das Netz durcheben diese Oeffnungen hindurch. ^

Oe»rn/?rr- te/r'/ ist ein klein Bündel Fasern, welches !von dem Hüftbein entstehet, und ein Theil des Obliguu« a5-cenäens zu seyn scheinet, bis es mit den Vslis kpermsticis,bey ihrem Herauskommen aus dem Unkerleibe, zusammen-trifft, wo es nun mit diesen an der Seite des ?rocelIr>8 vs-xinsliz hinabzusteigen anfangk, und bis zu dem Testikeiläuft, den es dann locker umgibt. Dieser Muskel ist zuklein um ihn irr abgemagerten Körpern deutlich zu sehen.

entsteht von dem Sitzbein, und ist andem hintern und Seitentheile des corporis cauernoli peuisdicht an dem Schaambein befestiget. Man behauptet, daßer, indem er das männliche Glied gegen die Schaambeinedrückt, zugleich die Blutader desselben zusammendrücke, und

den

*) Sie ist unter dem Nahmen snnulu» LbäOMllmIrs (Zkauch«ring) bekannt.