Zs Vr'erres Rapirel.
In den Menschen und solchen vierfüßigenThieren die Schlüs-selbeine haben und ihre vordem Gliedmaßen wie Arme brau-chen, sind dieser Fortsatz und die Graate weit größer und her-vorstehender, nicht allein zur bessern Befestigung des Schlüs-selbeins, sondern auch um die Muskeln mehr vom Mittel-punkt der Bewegung zu entfernen, und sie dadurch zur Be-wegung größerer Lasten geschickt zn machen. Neben diesemFortsatz ist ein anderer der der rabenschnabelförmige (krocos-fus coracoiäes) genannt wird, von dessen Ende init gleichemVorkheil zwey Muskeln des Arms entstehen. Dieser Fort«satz nebst dem vorigen, und einem flachen Bande, schützen dieOberarmröhre vor Verrenkungen nach oben. Die der Ge-lenkpfanne entgegengesetzte Seite heißt die Basis des Schul-terblatts, und der untere Rand heißt, wegen seiner Gestalt,colia inferior, weil er dick, und gleichsam eine Rippe fürdas Schulterblatt ist. Sein oberer wird, da er sehr dünnist, am menschlichen Gerippe uneigentlich so genannt, ob-gleich nicht eben so in manchen viersüßigen Thieren. Andem vordem Theil dieses Randes, dicht an dem krocellm co-rsLoiüex, ist ein halbmondförmiger Ausschnitt zum Durch-gang von Blutgefäßen, welcher oben mit einem Ligamentund zuweilen mit Knochen bedeckt ist.
Die Oberarmröhre, (Os Immen) wird mit demvbern Ende oder Kops, der etwas flach und weit größer istals die Pfanne die ihn aufnimmt, mit dem Schulterblattverbunden. An dem obern Theil sind zwey Fortsatze zur An-heftung von Armmuökeln. Zwischen diesen Fortsätzen ist einlanger Canal, in welchem eine Sehne des zweyköpfigen Arm-rnuökels (biceps cubni) liegt. An dem untern Ende befin-den sich zwey starke Fortsätze*), die beide zur Anlage vonMuskeln der Hand und der Finger dienen; und da die üexo-rcs dieser Gelenke weit starker sind als die exrenlores, so ist
auch
*') Die beiden conäM. Lbelelä. Oü§r. Isb. XXIII. i.
6. k. ÜA v. L.