den entsprechen, in denen die natürliche Vcrkheilung derDinge verletzt wild.
Gewisse theoretische Aerzte scheinen sich eingebildetzu haben, die Gesimdheir des menschlichen Körpers kön-ne nur durch eine genau bestimmte LebenZordmmg erhal-ten werden, und jede, auch die kleinste Abweichung da-von, müsse unfehlbar einen Grad von Krankheit und Un-ordnung verursachen, der dieser Abweichung angemessenwäre. Indessen würde die Erfahrung zeigen, daß dermenschliche Körper, allem Ansehen nach, bey einer sehrgroßen Verschiedenheit der Lebensordnungcn, und selbstbey solchen, die man allgemein für die aller ungesunde-sten halt, dennoch oft vollkommen gesund bleibt. Manwürde sehen, daß in dem gesunden Zustande des mensch-lichen Körpers selbst ein gewisses Principinm seiner Er-haltung verborgen liegt, durch welches die schlimmen Fol-gen der übelsten Lebensordnung abgewendet Kcr verbes-sert werden können. Es scheint, daß Herr EUlesncly,der selbst ein Arzt, und zwar ein sehr spekulativer Arztwar, von dem Staatskörper einen ähnlichen Begriff ge-habt, und sich eingebildet habe, daß dieser nur bey ei-ner gewissen genau vorgeschriebenen Lebensordnung, beyder strengen Diät vollkommener Freyheit und Gerechtig-keit, gedeihen und sich wohl befinden könne. Er scheintnicht erwogen zu haben, daß in dem Staatökörper, dasunablässige Bestreben jedes Menschen, seinen Zustandzu verbessern, eine Kraft ist, die auf Selbsterhaltnnghinwirkt, und die schlimmen Folgen einer parteyischenund drückenden StaatSwirthschast abzuwenden oder zu er-leichtern vermag. Zwar hält eine solche SkaatSwirth-schaft das natürliche Fortschreiten einer Nation zu Reich-thum und Wohlstände unstreitig mehr oder weniger auf;