Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
574
Einzelbild herunterladen
 

574

willig trennte, eine ihrem Beytrage z» den Staatsein-künften angemessene Anzahl Repräsentanten zugestände;wenn eine solche Kolonie sodann denselben Abgaben un-terworfen würde, und dagegen dieselbe Freyheit des Han-dels genösse, als ihre Mitunterkhanen im Mmrerlach e;und wenn denn auch in der Folge die Zahl der Repräsen-tanten in eben dem Maaße sich vermehrte, als die Bey-trage größer würden: so würde den Parteyhauptern injeder Kolonie eine neue Methode sich wichtig zu machen,ein neues und noch blendenderes Ziel sür ihren Ehrgcitzgezeigt werden. Anstatt nach den kleinen Gewinnftenzu haschen, welche in dem elenden Würfelspiele der Kv-loniehändel zu haben sind, könnten sie, nach der gutenMeinung, die jedermann von seiner Geschicklichkeit undvon seinem Glücke hat, sich Hofnung machen, in dergroßen Staacslottcrie der briitischen Politik eines dergroßen sooft zu ziehen. Ergreift man nicht di fts, oderirgend ein anderes Mittel und kein anderes scheint sozweckmäßig zu seyn um die Eigenliebe und Ehrsuchtder amerikanischen Parteyhaupter zu befriedigen: so wer-den sie schwerlich sich uns gutwillig unterwerfen; und dochsollten wir bedenken, daß jeder Tropfen Bluts, den wirvergießen, um sie zur Unterwerfung zu Zwingen, dasBlut unserer Mitbürger, oder solcher Menschen ist, diewir zu Mitbürgern machen wollen. Es ist eine großeSchwachheit, sich zu schmeicheln, daß nunmehr, dadie Sachen einmahl so weit gekommen sind, die Be-zwingung der Kolonien durch bloße Gewalt etwas leich-tes seyn werde. Die Personen, welche die Beschlüssedes sogenannten Congresses leiten, fühlen jetzt ihreWichtigkeit in einem solchen Grade, als sie vielleicht dieMänner vom ersten Range in Europa kaum fühlen mö-gen.