228
eben der Art umgetauscht, als in unsern Tagen das pohl-Nische Korn gegen französische Weine und Liqueurs, odergegen französische und italiänische Seidenwaaren umge-tauscht wird.
Auf diese Weise brachte der auswärtige Handeleinen Geschmack an den feinern und künstlicher gearbei-tete» Manusacturwaaren auch in Länder, wo selbst kei-ne solche Waaren verfertigt wurden. Nachdem aberdieser Geschmack allgemein, und die Nachfrage nachsolchen Waaren sehr beträchtlich geworden war: versuch-ten natürlicher Meise die Kaufleute, eine oder die an-dere Manufactur ähnlicher Art, in ihrem eigenen Lan-de zu errichten, um die Kosten des Transports an denWaaren zu ersparen. So entstanden die ersten Manu-fakturen, die, stit dem Falle des römischen Reichs, inden westlichen Ländern EuropenS, für den ausländi-schen Handel, oder den Verkauf in entfernte Länderarbeiteten.
Man muß bemerken, daß kein großes Land jeohne Manufakturen einer gewissen Art gewesen ist,noch ohne dieselben bestehen kann. Wenn man alsovon einem Lande sagt, daß es keine Manufakturen habe:so muß man immer solche verstehen, welche die seinemund künstlichern Waaren verfertigen, oder welche fürden Verkauf in entfernte Lander arbeiten. In allenweitläufrigen Ländern ist die Kleidung und das Hausge-räche des größten Theils des Volks immer ein Werkseines eigenen Fleißes. Dieß ist sogar noch mehr ohneAusnahme von denjenigen armen Ländern wabr, vonwelchen man sagt, daß sie keine Manufakturen haben,als von den reiche», welche man als Manufaeturländec
ansieht.