Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
143
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sie anzulegen, begleitet natürlicher Weise die Vermeh-rung der Kapitalien überhaupt.

So wie die Anzahl der Kapitalien, die zum Aus-leihen auf Zinsen bestimmt sind, wächst: so nehmen dieZinse«, oder der Preis, welcher für den Gebrauch die-ser Kapitalien gezahlt wird, nothwendiger Weise ab:nicht nur, um der allgemeinen Ursachen willen, welchemachen, daß der Marktpreis der Dinge sich gemeinig-lich vermindert, wenn ihre Quantität sich vermehrt, son-dern auch aus andern Ursachen, welche diesem Falle ei-genthümlich sind. So wie die Kapitalien in einem Lan-de sich vermehren: so vermindern sich nothwendig dieGewinnste, welche durch die Anwendung derselben ge-macht werden können. Es wird stuffenweise immerschwerer und schwerer, innerhalb des Landes irgend einenWeg zu finden, auf welchem man ein neues Kapitalnützlich anwenden könnte. Daraus entsteht also eineConcurrenz zwischen den verschiedenen Kapitalien, indemder Eigenthümer des einen sich bemüht, sich derjenigenGelegenheit zur Nutzung eines Kapitals zu bemächtigen,von welcher der Andere schon Gebrauch gemacht hat. Inden meisten Fällen aber kann er nicht hoffen, diesen An-dem aus seinem Besitze zu vertreiben, als wenn er denPersonen, mit welchen er dabey zu thun hat, bessereBedingungen macht. Er muß nicht nur das, was erverkauft, etwas wohlfeiler verkaufen, sondern er muß eSauch zuweilen, um es verkaufen zu können, etwas theu-rer einkaufen. Durch die Vermehrung der Fonds, diedazu bestimmt sind, hervorbringende Arbeiter in Thätig-keit zu setzen, wird die Nachfrage nach solchen alle Tagegrößer und größer. Den Arbeitern wird es immer leich-ter,