regelmäßig und jährlich, oder bey außerordentlichen Ge-legeicheiten, etwas gewisses bey Seite legt, und diesesErsparte zusammenhaust. Ob also gleich der Trieb,woraus der Aufwand entsteht, fast alle Menschen zugewissen Zeilen, und einige Menschen fast zu allenZeilen beherrscht: so scheint doch bey dem größten Theileder Menschen, wenn man ihr Leben im Ganzen über.sieht, das Princip der Sparsamkeit das Ucbcrgcwicht,—und zwar ein sehr großes Uebergewicht, zu haben-
In Absicht des andern Fehlers, der Unklugheitchey Unternehmungen, scheint dieselbe Betrachtung stattzu finden. Die Anzahl kluger und gelingender Unter-nehmungen scheint allenthalben weit größer, als die An-zahl unbesonnener und mißlingender. Ungeachtet manüber die Menge von Bankerotten so sehr klagen hört: somachen doch die Menschen, die in dieses Unglück gera-then, nur einen sehr kleinen Theil derjenigen aus, diefich sämmtlich mit Handel oder Gewerben abgeben.Vielleicht kömmt auf tausend Gewerbsleute nicht mehrals ein Bankerottster. — Da für einen ehrlichenMann eö fast kein größeres und ihn mehr niederschlagen*des Unglück giebt, als Bankerott zu machen: so sinddie meisten Menschen auch hinlänglich sorgfältig, sichdafür zu hären. Freylich giebt es immer einige, diesich doch dadurch nicht vorsichtig machen lassen; so wiees einige giebt, die der Galgen nicht von: Stehlen ab-schreckt.
Große Notionen werden nie durch die Verschweißdüng, oder unkluge Unternehmungen von Privatperso-nen zu Grunde gerichtet: aber wohl können sie durch dktzVerschwendung und die Unklugheit der Regierung zu
Grün.