Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
123
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regelmäßig und jährlich, oder bey außerordentlichen Ge-legeicheiten, etwas gewisses bey Seite legt, und diesesErsparte zusammenhaust. Ob also gleich der Trieb,woraus der Aufwand entsteht, fast alle Menschen zugewissen Zeilen, und einige Menschen fast zu allenZeilen beherrscht: so scheint doch bey dem größten Theileder Menschen, wenn man ihr Leben im Ganzen über.sieht, das Princip der Sparsamkeit das Ucbcrgcwicht,und zwar ein sehr großes Uebergewicht, zu haben-

In Absicht des andern Fehlers, der Unklugheitchey Unternehmungen, scheint dieselbe Betrachtung stattzu finden. Die Anzahl kluger und gelingender Unter-nehmungen scheint allenthalben weit größer, als die An-zahl unbesonnener und mißlingender. Ungeachtet manüber die Menge von Bankerotten so sehr klagen hört: somachen doch die Menschen, die in dieses Unglück gera-then, nur einen sehr kleinen Theil derjenigen aus, diefich sämmtlich mit Handel oder Gewerben abgeben.Vielleicht kömmt auf tausend Gewerbsleute nicht mehrals ein Bankerottster. Da für einen ehrlichenMann fast kein größeres und ihn mehr niederschlagen*des Unglück giebt, als Bankerott zu machen: so sinddie meisten Menschen auch hinlänglich sorgfältig, sichdafür zu hären. Freylich giebt es immer einige, diesich doch dadurch nicht vorsichtig machen lassen; so wiees einige giebt, die der Galgen nicht von: Stehlen ab-schreckt.

Große Notionen werden nie durch die Verschweißdüng, oder unkluge Unternehmungen von Privatperso-nen zu Grunde gerichtet: aber wohl können sie durch dktzVerschwendung und die Unklugheit der Regierung zu

Grün.