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dem Lehrlinge in seinem Handwerke ertheilen soll. Wokein Geld gegeben wird, muß Zeit gegeben werde», dasheißt, der Lehrbursche muß sich anheischig machen, mehr,als die gewöhnlichen Lehrjahre auszuhalten: eine Be-dingung, die, wenn sie auch, wegen der bey Lehrbur-scheu sehr gewöhnlichen Faulheit, dem Meister wenigVortheil bringt, doch dem Lehrlinge allemahl nachthei-lig ist.
Bey den Landarbeiten hingegen, lernt der jungeBursche, wahrend der Zeit, daß er die leichtern Arbei-ten verrichtet, die schweren Theile seines Geschäftes, —und verdient sich immer zugleich schon gegenwärtig seinBrot durch das, was er thut, indem er stufenweise zudem, was er künftig thun soll, angezogen wird.
Um dieser Ursachen willen ist es billig, daß derArbeitslohn der Handwcrkslcute und Fabrikanten höher,als gemeiner Tagelohn sey. Auch ist er es in der That;und eben dieser Umstand, daß ihre Arbeit mehr ein-bringt, wird hinwiederum eine Ursache, warum sie selbstfür eine etwas höhere Bürgerklajse, als gemeine Land-leute, gehalten werden.
Doch dieser ihr Vorzug ist bey den meisten Hand-werken nicht sehr groß. Das was in den Fabriken vongemeiner Waare, zum Beyspiel, in denen, wo grobewollene oder seidene Zeuge verfertiget werden , ein Lohn-arbeiter sich täglich oder wöchentlich verdienen kann, be-tragt, im Durchschnitt gerechnet, wenig mehr, als dergemeine Tagelvhn ausmacht. Freylich ist ihr Verdienstbeständiger und weniger unterbrochen: und ihre Ein-nahme, das ganze Jahr hindurch, mag wohl sich etwas