Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
159
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Frankreich ist vielleicht gegcnwar^g nicht ein so rei>cheS Land als England; und obgleich der gesetzlicheZinsfuß im erstern oft niedriger, als im letztem war: soist der übliche Zinsfuß doch fast immer dort hoher ge-wesen, indem man dort, so wie in andern Ländern,sichere und leichre Methoden genug fand, den Gesetzenauszuweichen.

Mir ist von britischen Kaufleuten, die in beydenLändern gehandelt haben, glaubhaft versichert worden,daß der Handel in Frankreich, im Durchschnitte, größe-re Gewinnsie als in England bringt. Und diese Ursachebewegt ohne Zweifel so viele britische Unterthanen, ihreKapitalien lieber in einem fremden Lande, wo der Hau-del in Verachtung ist, als in. ihrem Vatrrlande, woer geschaht wird, anzulegen. Auch ist der Arbeitslohnin Frankreich niedriger, als in England. Wenn manvon Schottland nach England kommt: so laßt der Un-terschied, den man in dem Ausseihn und der Kleidungdes gemeinen Mannes beyder Lander finddt, über dieVerschiedenheit ihres Wohlstandes, keinen Zweifelübrig. Der Contrast ist noch viel auffallender,wenn man aus Frankreich nach England reiset. Frank-reich ist ohne Zweifel ein reicheres Land, als Schcktland;aber eS ist nicht in einem so schnellen Wachsthums. Diegemeine Meinung im Lande selbst, ist, daß es Zurück-gehe. Dieß ist auch selbst in Ansehung Frankreichs,vielleicht unrichtig : von Schottland kann kein Menschbehaupten, der es vor zwanzig oder dreyßig Jahren ge-sehen hat, und seinen jetzigen Zustand dagegen halt.

Holland hingegen, ist nach Verhältniß seines Um-fangs und seiner Volksmenge, ein weit reicheres Land

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