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Die feinern und recht charakteristischen Züge sei-nes Geistes ist es fast unmöglich zu zeichnen. Daßer viel Eigenthümliches sowohl in seinen Sitten, alsin seiner Art zu denken hatte, fiel auch dem flüchtig-sten Beobachter in die Augen. Aber obgleich dieseEigenheiten ihm von der Achtung derer, die ihn kann-ten , nichts entzogen, und ob sie gleich, für seine ver-trautem Freunde, seinem Umgänge selbst größereReihe gaben: weil sie die kunstlose Einfalt seines Her-zens in das anziehendste Licht setzten: so würde es docheines äußerst geschickten Pinsels bedürfen, sie demAuge des Publicums darzustellen. Er war sicher fürden Umgang mit der großen Welt, und für die Ge-schäfte deß thätigen Lebens nicht gemacht. Die vielumfassenden Betrachtungen, mit denen er von Jugendauf beschäftigt gewesen war, und die Mannichfaktig-keit neuer Ideen, mit welchen seine eigne Erfindungs-kraft ihn immerwährend versorgte, machte ihn ge-wöhnlicher Weise auf die alltäglichen Gegenstände unddie gemeinen Vorfälle des Lebens äußerst unaufmerk-sam, und brachte zuweilen bey ihm Beyspiele einerGeistes-Abweseuheit hervor, die den von La Brüyereangeführten nicht viel nachgaben. Selbst in der Ge-sellschaft war er oft mit seinen philosophischen Studienbeschäftigt, und schien zuweilen- wie man ausderBe-wegung seiner Lippen, aus seinen Minen und Geber-den schließen konnte, mit vollem Feuer an einem Auf-sähe zu arbeiten. Ich bin indeß oft erstaunt, mitwelcher Genauigkeit er sich nach Jahren ehemaliger
Wege-